Skispringen Weltcup
Happonen siegt in Kuopio, Neumayer Elfter

Der Finne Janne Happonen hat im auf einen Durchgang verkürzten Weltcup-Springen in Kuopio einen Heimsieg gefeiert. Bester Deutscher war Michael Neumayer auf Platz elf.

Die deutschen Skispringer suchen im Saisonfinale weiter nach ihrer Form. Michael Neumayer segelte als Elfter knapp an den Top Ten vorbei, Martin Schmitt mit verkorkstem Versuch nur auf Platz 31, während in Kuopio der Finne Janne Happonen die Neuauflage des am Vortag in Lahti ausgefallenen Auftakts des sogenannten Nordic Tournaments souverän vor Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer (Österreich) und Anders Jacobsen (Norwegen) gewann.

Die noch in der vorherigen Qualifikation überraschend stark auftrumpfende deutsche Mannschaft wurde in der auf einen Durchgang reduzierten Konkurrenz auf hintere Ränge durchgereicht. Einzig der Oberstdorfer Georg Späth bot als 14. seine zweitbeste Saisonleistung und einen guten Flug an. Jörg Ritzerfeld (Oberhof), Michael Uhrmann (Rastbüchl) und der Qualifikations-Fünfte Martin Schmitt (Furtwangen) hatten auf den Rängen 28, 30 sowie 31 erheblichen Rückstand.

"Schade, nach den Leistungen im Training und in der Qualifikation war hier deutlich mehr drin", haderte Peter Rohwein. Der Bundestrainer, der am Samstag seinen Rücktritt zum Saisonende verkündet hatte, lobte einzig Späth und mit Abstrichen auch Neumayer. "Der Sprung von Michael war gut, der Aufsprung hat ihn aber mindestens vier Plätze gekostet", meinte Rohwein.

Schlechte Haltung von Neumayer

Der Vierschanzentournee-Dritte Neumayer landete bei 128,5 Metern nur sechs Meter hinter Sieger Happonen, erhielt aber wegen der mieserablen Landung erhebliche Abzüge bei den Haltungsnoten und verpasste so seinen achten Top-Ten-Platz im 22. Saisonspringen knapp.

"Ärgerlich" fand Rohwein den Aussetzer von Martin Schmitt. Der Routinier blieb mit 116,5 Metern gleich sieben Meter hinter seiner Qualifikationsweite zurück. "Der Martin hat hier drei gute Sprünge gezeigt, aber ausgerechnet der ist ihm misslungen, der am Ende zählte", sagte der Coach.

Der bereits als Weltcup-Gewinner feststehende Österreicher Thomas Morgenstern lieferte auf Platz zwölf seine bisher schwächste Saisonleistung ab, führt aber in der Gesamtwertung vor den letzten fünf Konkurrenzen mit 1 654 Punkten weiter klar vor Schlierenzauer (1 111). Neumayer (445) ist als bester deutscher Springer 15. in dieser Wertung.

© SID

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