Skispringen Weltcup
Happonen siegt in Lahti, Uhrmann Dritter

Skispringer Janne Happonen hat beim Weltcup in Lahti für einen Heimsieg gesorgt. Der finnische Lokalmatador gewann vor dem wiedererstarkten Jakub Janda und Michael Uhrmann aus Rastbüchl.

Den Heimvorteil beim Weltcup in Lahti hat Skispringer Janne Happonen zu seinem ersten Weltcup-Sieg genutzt. Der Finne behielt mit 270,3 Punkten die Oberhand vor dem Gesamtweltcup-Führenden Jakub Janda aus Tschechien (267,6). Als Dritter kam auch Michael Uhrmann noch aufs Treppchen. Der Mann aus Rastbüchl flog dank der Bestweite von 131 Metern im zweiten Durchgang noch mit 266,1 Punkten von Rang 13 nach vorne.

"Dieser Super-Podestplatz tut richtig gut, mir und dem ganzen Team. Ich war die ganze Zeit am Kämpfen und Erklären, und plötzlich wendet sich mit einem guten Sprung doch alles zum Guten", erklärte Uhrmann und fuhr jubelnd durch den Zielraum. Nach dem ersten Durchgang war der Polizist als 13. einer erneuten Enttäuschung entgegengesegelt, doch dann half ihm der Aufwind: "Natürlich hatte ich super Verhältnisse, aber auch da springst du nicht von allein. Ich hatte endlich mal wieder einen Supersprung." Allen, die nach ihm kamen, fehlte das Windglück.

"Einziger Sprung am Wochenende"

So schaffte der bei Olympia noch um 25 Zentimeter an Bronze vorbeigesprungene Uhrmann in Lahti den ersten deutschen Podestplatz seit seinem zweiten Rang am 18. Dezember 2005. Im Gesamtweltcup verteidigte Uhmann verteidigte zudem seinen fünften Rang. Bundestrainer Peter Rohwein war nur mit seinem Vorflieger zufrieden: "Das war der einzige Sprung an diesem ganzen Wochenende, den ich von unserem Team gesehen habe." Michael Neumayer (Berchtesgaden/16.), Georg Späth (Oberstdorf/21.) und Martin Schmitt (Furtwangen/25.) enttäuschten wie schon bei Olympia.

Im Teamspringen am Samstag hatte das bei den Winterspielen noch auf Platz vier gelandete deutsche Quartett nur 920,3 Punkte gesammelt, während die um 70 Meter besseren Österreicher dank eines 135,5m-Rekordfluges von Andreas Widhölzl vor Norwegen und Finnland siegten. Danach hatte Rohwein seine Tiefflieger massiv kritisiert. Georg Späth warf er vor, "sein Herz im Hotel gelassen" zu haben, Martin Schmitt sei bei seinen "Sprüngen zu gierig".

Weißflog übt Kritik

Der dreimalige Olympiasieger Jens Weißflog übte harsche Kritik: "Der Deutsche Skiverband muss sich fragen, ob seine Strukturen noch zeitgemäß sind, da ändert auch der eine Sprung von Uhrmann nichts." Seit 26 Monaten sind die deutschen Skispringer ohne Sieg, ein Triumph wie der von Kombinierer Björn Kircheisen am Sonntag in Lahti ist "momentan nicht realistisch."

Zumal "Rebell" Alexander Herr, der bei Olympia nach einer Attacke gegen den Trainer aus dem Team geworfen worden war, seine Saison vorzeitig beendet hat und nie mehr für Deutschland springen will. Schmitt: "Wir werden ihn auch nicht auf Knien bitten, dass er zurückkommt."

© SID

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