Skispringen Weltcup
Jacobsen holt Weltcup-Sieg in Liberec

Anders Jacobsen hat den Skisprung-Weltcup in Liberec gewonnen. Mit 262,3 Punkten gewann der Norweger vor Gregor Schlierenzauer (258,4). Georg Späth landete auf Rang 18.

Mit seinen Sprüngen auf 128,5 und 130m hat sich Anders Jacobsen den Skisprung-Weltcup in Liberec gesichert. Der frühere Tournee-Sieger aus Norwegen erhielt für die Sprünge 262,3 Punkte und setzte sich auf der WM-Schanze von 2009 vor dem Österreicher Gregor Schlierenzauer (258,4 Zähler) durch. Dritter wurde Schlierenzauers Landsmann Martin Koch (258,2).

Routinier Georg Späth zeigte als 18. eine solide Leistung, der Skisprung-Nachwuchs flog komplett hinterher: Im tschechischen Liberec wies von den mit einem B-Team angetretenen Deutschen lediglich der Oberstdorfer seine Weltcup-Tauglichkeit nach.

Späth: "Das waren gute Sprünge"

"Ich nehme auf jeden Fall das Positive mit, denn das waren gute Sprünge. Es fehlt noch ein wenig an der Stabilität, aber die steigt durch jeden guten Sprung. Momentan sieht es nicht so schlecht aus", sagte Späth, der nach erstem Durchgang auf Platz 16 lag, im Finale allerdings Pech mit den Windbedingungen hatte und noch zwei Plätze verlor.

Dennoch trennten Späth, der für seine Sprünge auf 123,5 und 119,5 Meter 232,9 Punkte erhielt, zur absoluten Spitze noch Welten. Sieger Jacobsen erhielt bei seinem ersten Saisonsieg 262,3 Zähler und sprang damit umgerechnet etwa 16 Meter weiter als der Team-Olympiavierte von 2006.

Die vier besten Deutschen Michael Neumayer, Martin Schmitt, Michael Uhrmann und Stephan Hocke weilten derzeit mit Bundestrainer Peter Rohwein in Oberstdorf. Nach zuletzt ebenfalls schwachen Leistungen soll sich das Quartett im Allgäu den letzten Feinschliff für die dort stattfindende Skiflug-WM vom 21. bis 24. Februar holen. Immerhin hat der Deutsche Skiverband (DSV) eine Medaille als Ziel ausgegeben.

Die fünf in Liberec an den Start gegangenen DSV-Adler untermauerten derweil ihre Ansprüche auf einen WM-Startplatz keineswegs und präsentierten sich in beiden Springen fast durchweg flügellahm. Einzig Späth zeigte steigende Form, ließ aber noch die Konstanz vermissen.

Ritzerfeld völlig außer Form

Routinier Jörg Ritzerfeld aus Oberhof präsentierte sich völlig außer Form und verpasste mit einem Sprung auf 101,5 Meter wie der junge Kevin Horlacher aus Degenfeld (107,5) die Qualifikation für das Springen. Für Erik Simon (Aue/116) und den einst hoch gelobten Tobias Bogner (Berchtesgaden/113,5) war nach dem ersten Durchgang Feierabend.

Betonte Chefcoach Rohwein nach der Vierschanzentournee noch dass die Nachwuchsspringer von ihren Leistungen her am Weltcup-Team dran sind, so widerlegten ihn seine Athleten in Liberec selbst. Hinsichtlich der WM-Nominierung drängte sich in Nordböhmen keiner der jungen Springer auf.

Im Gesamtweltcup zieht der Österreicher Thomas Morgenstern weiterhin einsam seine Kreise an der Spitze und kann den Sieg bereits am kommenden Wochenende in Willingen sechs Springen vor Saisonende perfekt machen. Nach seinem achten Platz in Liberec liegt der Doppel-Olympiasieger mit 1 587 Punkten vor Schlierenzauer (999). Die Bestmarke des Finnen Janne Ahonen, der im Winter 2004/2 005 zwölf Konkurrenzen gewann, wackelt außerdem gewaltig.

© SID

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