Skispringen Weltcup
Jakub Janda springt souverän zum Heimsieg

Der Tscheche Jakub Janda hat im heimischen Harrachov das zweite Weltcupspringen klar vor Jane Ahonen gewonnen. Martin Schmitt flog wieder der Konkurrenz hinterher und rutscht weiter in eine Formkrise.

Jakub Janda ließ das heimische Publikum jubeln. Der Tscheche konnte beim zweiten Weltcup-Skispringen im tschechischen Harrachov einen Heimsieg feiern. Für Flüge auf 138,5 und 141 Meter erhielt der Gesamtweltcup-Erste die Note von 287,1 Punkten. Platz zwei belegte der Finne Janne Ahonen mit 281,7 Zählern vor Vortagessieger Andreas Küttel aus der Schweiz (268,6).

Georg Späth (Oberstdorf) landete als bester Deutscher mit 254,8 Punkten auf Rang acht. Dahinter belegte der am Vortag zweitplatzierte Michael Uhrmann (Rastbüchl) mit 254,2 Punkten Platz neun. Alexander Herr (Schonach) schaffte als 14. die Hälfte der Olympianorm. Martin Schmitt verpasste nach einem 116-Meter-Sprung den zweiten Durchgang und flog als 41. noch tiefer in die Formkrise. Im Gesamtweltcup führt Janda mit 452 Zählern vor Küttel und Ahonen (je 385). Uhrmann ist mit 287 Punkten Vierter.

"Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, ich kann halt nicht bei jedem Springen auf dem Podest stehen. Aber ich habe beim ersten Springen gesehen, dass ich für einen Sieg gut bin", bilanzierte Uhrmann. Nach zwei vierten und einem dritten Platz in den ersten Springen fehlten dem mit 18 000 Euro Prämien belohnten Team-Olympiasieger am Samstag 14,6 Punkte zum zweiten Weltcup-Sieg seiner Laufbahn. Nur der Schweizer Andreas Küttel war mit seiner Tagesbestweite von 143,5 Metern eine Nummer zu groß.

Am Sonntag reichte es für Uhrmann mit 254,2 Zählern hingegen nur zu Platz neun, direkt hinter Späth (254,8), der seine beste Saisonplatzierung schaffte: "Das war nicht ideal, aber die Sicherheit kommt zurück. Ich will wieder aufs Podest."

Schmitt noch immer das Sorgenkind

"Wir sind auf einem guten Weg. Unsere Tendenz ist steigend, der zweite Platz macht Hoffnung auf den ersten Sieg", kommentierte Bundestrainer Peter Rohwein trotz der erneut inkonstanten Leistung seines Teams: "Zu Podestplätzen braucht man auch Glück, und das hatten wir beim zweiten Springen nicht." Besonders freute sich der Chefcoach über den 14. Platz des nach einem Kreuzbandriss zurückgekehrten Alexander Herr (Schonach). "Das war wie eine Befreiung´, jubelte Herr.

Der viermalige Weltmeister Martin Schmitt flog dagegen noch tiefer in die Krise. Die verpasste Qualifikation für das aus deutscher Sicht mit Ausnahme von Uhrmann völlig verpatzte erste Springen schgob er auf "Windpech". Für den 41. Platz im zweiten Springen nach einem 116-Meter-Hüpfer gab es keine keine Entschuldigung mehr. "Ich komme mit dieser Schanze einfach nicht zurecht", meinte der bereits für Olympia qualifizierte Schmitt und kündigte Besserung an: "Ich lasse nicht nach und will bis spätestens zur Vierschanzentournee in Topform sein."

Der Schwarzwälder will bei der Tournee-Generalprobe am kommenden Wochenende in Engelberg unbedingt dabei sein. Rohwein: "Wir müssen Geduld mit Martin haben. Er ist in der Talsohle, aber mit Blick auf Olympia unglaublich wichtig fürs Team."

© SID

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