Skispringen Weltcup: Nächsten Winter startet zweite Skisprung-Tournee

Skispringen Weltcup
Nächsten Winter startet zweite Skisprung-Tournee

In Willingen, Klingenthal und auf der Skiflugschanze in Oberstdorf sollen die Skispringer ab dem nächsten Winter eine Team-Tournee austragen. Die insgesamt fünf Springen werden durchweg unter Flutlicht stattfinden.

Neben der Vierschanzentournee soll ab dem nächsten Winter eine zweite Skisprung-Tournee in Deutschland die Zuschauer locken. Die "Dreischanzentournee", die offiziell als Team-Tournee firmiert, ist als WM-Generalprobe vom 7. bis 15. Februar 2009 in Willingen, Klingenthal und auf der Skiflugschanze in Oberstdorf angesetzt. Die insgesamt fünf Springen auf den modernsten Bakken Deutschlands werden durchweg unter Flutlicht stattfinden.

"Die neue Teamtournee wurde vom Deutschen Skiverband beantragt. Das ist eine Spitzenidee, soll aber keine Konkurrenz zur Vierschanzentournee sein", sagt Skisprungchef Walter Hofer vom Internationalen Skiverband FIS dem sid.

Keine Konkurrenz zur Vierschanzentournee

Um sich von der seit 1953 zum einmaligen Markenprodukt avancierten Vierschanzentournee abzuheben, soll es bei der "Dreischanzentournee" neben Weltcup-Punkten vor allem um einen Teampreis gehen. Die beiden besten Springer jeder Nation bringen ihre Punkte in die Tourneewertung ein, die besten Nationen erhalten Prämien.

Die Tour beginnt am 7. Februar 2009 mit einem Teamspringen in Willingen und endet mit einem Mannschaftsskifliegen am 15. Februar in Oberstdorf. Dazwischen gibt es Einzelkonkurrenzen in Willingen (8. Februar), Klingenthal (11. Februar) und Oberstdorf (14. Februar). Von der Team-Tour geht es direkt zur Nordischen Ski-WM nach Liberec (18. Februar bis 1. März 2009).

Einnahmen sollen fließen

Der nach Millionenverlusten mit dem neuen TV-Vertrag finanziell gebeutelte Deutsche Skiverband (DSV) erhofft sich von der "Dreischanzentournee" genau wie die Organisatoren neue Einnahmen in Millionenhöhe. Bei der Vierschanzentournee kassieren die beiden Ausrichter Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen jeweils 900 000 Euro vom DSV, die dieser aus einem üppigen Vermarktungsvertrag mit IMG finanziert.

Dass dieser Geldstrom wegen der zweiten Tour in Deutschland künftig weniger stark fließt, glaubt Tournee-Präsident Claus-Peter Horle nicht: "Die Vierschanzentournee ist als Marke einzigartig. Wir halten die Team-Tournee für eine Bereicherung, allerdings hat sie auch Problematiken."

Österreich mit ins Boot?

Horle würde nach dem Vorbild des Skisprung-Grand-Slams auch bei der "Dreischanzentournee"Österreich als Veranstalter mit ins Boot nehmen. "Zum Beispiel könnte man das Skifliegen abwechselnd in Oberstdorf und am Kulm in Österreich stattfinden lassen."

Die Springer sind von der zweiten Tour in Deutschland jedenfalls begeistert. "Das sind alles tolle Wettkämpfe mit vielen Zuschauern, die Stimmung ist gut, und die ausländischen Springer kommen gern", sagt Michael Uhrmann: "Und es ist überhaupt keine Konkurrenz - die Vierschanzentournee wird niemals sterben."

© SID

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