Skispringen Weltcup
Neumayer bei Morgenstern-Sieg auf Platz sechs

Den sechsten Sieg in Folge feierte Thomas Morgenstern beim Weltcup-Skispringen in Engelberg. Bester Deutscher war Michael Neumayer auf Rang sechs, Michael Uhrmann wurde 20.

Skispringer Thomas Morgenstern hat beim Skisprung-Weltcup in Engelberg die Konkurrenz ein weiteres Mal überstrahlt. Der Österreicher holte sich im sechsten Wettbewerb der Saison den sechsten Sieg und baute damit seine Siegesserie weiter aus. Bester Deutscher war Michael Neumayer (Berchtesgaden) als Sechster.

"Mein Leistungsvermögen ist so um Platz zehn rum und der Wind hat diesmal mitgeholfen, dass es noch ein Stück weiter nach vorn gegangen ist. Aber man darf ja auch mal Glück haben", erklärte Neumayer. Er erhielt 2000 Schweizer Franken Preisgeld plus eine Sonderprämie als "Mann des Tages" für den am besten nicht unter den Top zehn im Weltcup platzierten Springer. Zuvor war ein neunter Rang von ihm das beste deutsche Weltcup-Resultat in diesem Winter gewesen.

Auf der großen Titilisschanze erhielt er 232,3 Punkte für Sprünge auf 124,5 und 129 Meter. Morgenstern sprang mit 260,4 Punkten (132,5+133) einmal mehr in einer eigenen Liga und siegte vor seinem Landsmann Andreas Kofler (254,4) und Tom Hilde aus Norwegen (252,9). Michael Uhrmann landete als einziger weiterer Deutscher im Finale der besten 30 auf Platz 20.

"Gute Sprünge gezeigt"

"Die beiden haben gute Sprünge gezeigt. Wichtig ist, dass die Jungs an sich glauben", erklärte Rohwein. Der umstrittene Chefcoach glaubt, dass "wir jetzt drei haben, die vorn reinspringen können". Damit meint er neben dem Michi-Duo auch den in den Continentalcup verbannten Martin Schmitt, der am Tag nach seinem Sieg in der zweiten Liga des Skispringens am Samstag auf Platz vier in Garmisch-Partenkirchen landete.

Kleine Erfolgserlebnisse, mit denen Rohwein in den letzten Kampf um seinen Job bei der anstehenden Vierschanzentournee gehen kann. "Peter Rohwein weiß, dass über Leistung abgerechnet wird. Wir werden nach der Tournee sprechen und zu einer Lösung kommen", sagte Sportdirektor Thomas Pfüller. Gespräche mit möglichen Nachfolgern aus dem Ausland wie Norwegens Erfolgscoach Mika Kojonkoski würden derzeit noch nicht geführt. Eine Verpflichtung von Kombinierer-Sprungtrainer Andreas Bauer schloss Pfüller aus: "Ich will nicht in ein funktionierendes System eingreifen."

Zwei von sechs Deutschen im Finale

Bei den Skispringern gibt es neben fehlenden Erfolgen auch massive Differenzen zwischen verschiedenen Lagern. Rohwein versucht dennoch weiter, den wachsenden Druck der Öffentlichkeit auszuhalten: "Natürlich kriegt man das mit, aber ich versuche, dass für die Mannschaft auszublenden. Ich weiß aber auch, dass man einen Schlussstrich ziehen muss, wenn die Leistung nicht stimmt." Georg Späth (Oberstdorf/33.) und Stephan Hocke (Oberhof/36.) erlebten mit dem verpassten Finale erneut ein Debakel. Die für Schmitt ins Team gekommenen Talente Erik Simon (Aue/45.) und Severin Freund (Rastbüchl/50.) hatten ebenfalls keine Chance.

"Ich habe mit dem Peter im letzten Jahr noch gewonnen, da kann ich jetzt nicht sagen, dass es mit ihm nicht mehr geht", meinte Uhrmann: "Aber sollte ein anderer Trainer kommen, werde ich natürlich auch mit ihm zusammenarbeiten."

© SID

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