Skispringen Weltcup: Norwegischer Doppelsieg im Regenchaos

Skispringen Weltcup
Norwegischer Doppelsieg im Regenchaos

Wegen eines schweren Sturzes des Norwegers Björn Einar Romören und strömendem Regen wurde das Skispringen in Val di Fiemme nach dem ersten Durchgang abgebrochen. Tom Hilde gewann vor seinem Landsmann Sigurd Pettersen.

Ein spektakulärer Sturz des Norwegers Björn Einar Romören und heftiger Dauerregen haben für den Abbruch des Skisprung-Weltcups in Val di Fiemme gesorgt. Die deutschen Athleten erlitten nach dem Höhenflug bei der Vierschanzentournee in dem auf einen Sprung verkürzten Wettkampf allerdings einen herben Rückschlag. Martin Schmitt kam als bester Deutscher auf Platz 14, der grippegeschwächte Michael Neumayer sprang beim Sieg des Norwegers Tom Hilde nur auf Rang 33.

"Der Regen ging zunehmend in Schnee über und da mussten wir abbrechen. Das macht das Ganze zu gefährlich", sagte Renndirektor Walter Hofer und auch Bundestrainer Peter Rohwein sah in dem Abbruch die richtige Entscheidung: "Die Spur ist nass und da gibt es keine Chance mehr. Das absolute Risiko müssen wir nicht eingehen."

Romören kommt glimpflich davon

Anfang des zweiten Durchgangs sorgte Romörens kapitaler Sturz für eine Schrecksekunde. Kurz nach dem Absprung löste sich ein Ski und der Skiflug-Weltrekordler knallte mit dem Rücken auf den Hang. Sein Trainer Mika Kojonkoski machte bei seinem Athleten zunächst technische Fehler aus. Der 26-Jährige blieb bei Bewusstsein und konnte den Auslauf zu Fuß verlassen.

Der angeschlagene Neumayer konnte nicht an seine Leistungen der Tournee anknüpfen. "Ich hatte keine guten Verhältnisse, da kann man nichts machen. So ist der Sport halt", sagte der nach einem Sprung auf 118m sichtlich frustrierte 28-Jährige aus Berchtesgaden. Auch beim letzten Springen der Vierschanzentournee in Bischofshofen hatte beständiger Regen die Anlaufspur langsamer gemacht.

Elf Weltcuppunkte für Talent Wank

Neben Neumayer stürzte auch Weltmeister Adam Malysz aus Polen als 46. ab, Austria-Wunderknabe Gregor Schlierenzauer und Salt-Lake-City-Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz kamen nur auf die Plätze 18 und 28. Hilde reichte ein Sprung auf 130,5m für seinen ersten Weltcup-Sieg. Zweiter wurde sein Landsmann Sigurd Pettersen (130m) vor dem Österreicher Wolfgang Loitzl (129).

Dagegen erreichte der erst 19-Jährige Andreas Wank mit einem Flug auf 121,5m den 20. Rang. Als Belohnung für seine beste Karriereleistung verbuchte der Oberhofer die ersten elf Weltcuppunkte.

Der Oberstdorfer Georg Späth sowie die Nachwuchsspringer Severin Freund aus Rastbüchl und Felix Schoft aus Partenkirchen waren am Freitagabend in der Qualifikation gescheitert. Freunds lange verletzter Vereinskollege Michael Uhrmann absolviert derzeit in der Ramsau ein Sondertraining. Am Sonntag (13.45 Uhr) steht in den Dolomiten ein weiterer Weltcup an.

© SID

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