Skispringen Weltcup
Nur Küttel landet in Harrachov vor Uhrmann

Beim Weltcup der Skispringer in Harrachov ist der deutsche Adler Michael Uhrmann auf dem zweiten Platz gelandet. Den Sieg nach zwei Durchgängen sicherte sich der Schweizer "Überflieger" Andreas Küttel.

Mit einem zweiten Platz beim Skisprung-Weltcup in Harrachov hat Michael Uhrmann dem Deutschen Ski-Verband ein Erfolgserlebnis beschert. Einzig der Schweizer Andreas Küttel sprang weiter und sicherte sich nach zwei Durchgängen den Sieg. Dritter wurde Weltcup-Titelverteidiger Janne Ahonen aus Finnland. Alexander Herr aus Schonach belegte den 29. Platz.

"Jetzt war ich in diesem Winter schon Vierter, Dritter und Zweiter. So könnte es weitergehen", sagte Uhrmann, der am 27. Januar 2004 in Zakopane sein erstes und bislang einziges Weltcup-Springen gewonnen hatte. "Ich bin konstant auf hohem Niveau. Jetzt merke ich, dass ich um die Siege mitspringen kann. Das macht mich sehr froh." Mit Ausnahme von Uhrmann enttäuschte die deutsche Mannschaft. Nur Alexander Herr (Schonach) schaffte auch das Finale und belegte am Ende den 29. Platz.

"Er gehört da ganz vorn rein"

"Erneut eine Weltklasse-Leistung von Michael Uhrmann. Er gehört da ganz vorn rein. Das hat er in den letzten Wochen bewiesen", lobte Bundestrainer Peter Rohwein. "Um den Küttel zu schlagen, muss es aber noch der eine oder andere Meter mehr sein." Und Uhrmann ergänzte nach Küttels Siegsprung auf die überragende Tagesbestweite von 143,5 Meter: "Küttel war heute der Beste. Wenn ich meinen Aufsprung verbessere, kann ich ihn aber schlagen." Im Gesamtweltcup rückte Uhrmann mit 258 Punkten auf Rang vier vor. Spitzenreiter bleibt trotz Tagesrang sieben Jakub Janda (Tschechien/352).

Im Gegensatz zu Uhrmann patzte der im Training gleichwertige Oberstdorfer Georg Späth im Wettbewerb. Nach starkem Absprung geriet er zu stark in die Vorlage und nachfolgend in Gefahr, kopfüber zu stürzen. Späth musste bei 101 Metern notlanden, wurde nur 49. und bekam dennoch Anerkennung vom Bundestrainer gezollt. "Er hat es mit dem Risiko übertrieben, aber dass er aggressiv in den Sprung gegangen ist, war richtig. Mir ist es lieber so, als ob er immer im selben Level springt und es bewegt sich nichts", sagte Rohwein.

"Martin war chancenlos"

Der Coach nahm explizit auch seinen Routinier Martin Schmitt (Furtwangen) in Schutz, der nach nur 118 Metern in der Qualifikation vorzeitig seine Latten packen musste und wutentbrannt ins Hotel abzog. "Martin war chancenlos. Ihn bei drei Metern Rückenwind runterzulassen, war fahrlässig. Der Sprung war zwar nicht erste Sahne, aber Martin hätte es unter regulären Bedingungen locker ins Finale geschafft." Dafür besteht für Schmitt und seine Teamkollegen am Sonntag (11.30 Uhr/live bei Eurosport) im tschechischen Riesengebirge beim zweiten Wettbewerb erneut die Chance.

© SID

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