Skispringen Weltcup
Pole Malysz triumphiert in Oberhof

Beim Tages- und Gesamtsieg von Adam Malysz beim Sommer-Grand-Prix in Oberhof landete der Olympia-Vierte Michael Uhrmann als bester deutscher Springer vor 3 500 Zuschauern auf Rang neun.

Adam Malysz hat den Sommer-Grand-Prix der Skispringer in Oberhof gewonnen. Der Pole holte sich sowohl den Tages- als auch den Gesamtsieg. Im Dauerregen sicherte sich Ex-Weltmeister Malysz die 3 300 Euro Siegprämie vor Anders Bardal (Norwegen) und Janne Ahonen (Finnland). Für seinen Erfolg in der Gesamtwertung der zehn Matten-Konkurrenzen indes erhielt Malysz nur einen Kristallpokal.

Bester der wie bereits zuvor in Klingenthal enttäuschenden Springer des Deutschen Skiverbandes (DSV) war vor 3 500 Zuschauern im Kanzlersgrund der Olympia-Vierte Michael Uhrmann (Rastbüchl) auf Rang neun. Außerdem schafften nur Martin Schmitt (Furtwangen) und Georg Späth (Oberstdorf) den Finaleinzug und belegten dabei die Ränge 19 sowie 23. "Langsam geht es aufwärts, aber meine Leistung war längst nicht optimal. Da ist noch viel Arbeit in den nächsten Wochen", meinte Uhrmann.

"Ingesamt enttäuschend gelaufen"

"Die Grand-Prix-Serie ist für uns insgesamt enttäuschend gelaufen. Da brauchen wir nicht rumreden", meinte Rudi Tusch als Sportliche Leiter der DSV-Springer: "Wir müssen jetzt im Oktober und in der Schneevorbereitung mächtig aufholen."

Für den finster unter seinem Regenschirm blickenden Jens Weißflog unmöglich. "Wer im Sommer nicht bei den Besten ist, der schafft das auch im Winter nicht. Das ist einfach so", grantelte der dreimalige Olympiasieger und legte nach: "Ich höre immer nur, dass alles gut läuft. Aber sehen konnte ich das nicht."

Tusch räumte ein, dass sich die Mannschaft von Bundestrainer Peter Rohwein beim Grand-Prix-Abschluss in Klingenthal und Oberhof in "nicht befriedigender Form" präsentiert habe. "Aber man muss auch sehen, dass einige Springer im Training deutlich besser waren als im Wettkampf." Die Zeit bis zum Weltcupstart Ende November in Kuusamo/Finnland sei knapp, aber: "Es wäre fatal, wenn die Jungs jetzt das Selbstvertrauen verlieren würden."

Georg Späth, der am 6. August den Grand-Prix-Auftakt in Hinterzarten gewonnen hatte und damit zugleich einziger DSV-Springer auf dem Siegerpodest der Sommer-Serie war, warb um Verständnis: "Wir sind gerade im Neuaufbau, haben viel Kondition trainiert. Das müssen wir berücksichtigen. Aber natürlich ist es ärgerlich: Wenn ich einen Wettkampf bestreite, dann will ich auch vorne mitspringen." Martin Schmitt sah "absolut keinen Grund, um sich zufrieden zurückzulehnen. Aber wenn ich so wie im letzten Winter gesprungen wäre, dann hätte ich heute das Finale ganz sicher verpasst."

© SID

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