Skispringen Weltcup
Schlierenzauer Sieger in Lillehammer

Beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer hat sich der Österreicher Gregor Schlierenzauer den Sieg gesichert. Der Skiflug-Weltmeister gewann vor Andreas Küttel und Janne Happonen.

Der Sieg beim Skisprung-Weltcup im norwegischen Lillehammer geht nach Österreich. Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer setzte sich am Freitagabend auf der Olympia-Großschanze mit der Gesamtnote von 257,9 Punkten vor dem Schweizer Andreas Küttel (255,8) sowie Janne Happonen aus Finnland (255,3) durch.

Michael Uhrmann war als 14. noch der beste deutsche Springer, Martin Schmitt wurde gar nur Letzter. Die deutschen Skispringer waren beim dritten Saisonsieg von Schlierenzauer einmal mehr nur Weltcup-Statisten. Der scheidende Bundestrainer Peter Rohwein sprach sich erneut für Andreas Bauer als Nachfolger aus. Dieser bestätigte ein erstes Gespräch mit Verantwortlichen des Deutschen Skiverbandes (DSV).

"Das Thema ist viel zu komplex. Für mich ist weiter alles offen"

"Der neue Trainer muss aus Deutschland kommen. Andreas Bauer wäre mein Wunschkandidat. Für mich gibt es keinen Besseren", sagte Peter Rohwein im ZDF und brachte damit die Diskussion um seine Amtsnachfolge erneut in Schwung. Bauer, der als Sprungtrainer der Nordisch-Kombinierten in Oslo an der Schanze stand, bestätigte ein erstes Gespräch über seine Zukunft. "Es gibt aber noch keine Entscheidung. Das Thema ist viel zu komplex. Das kann man nicht mit einem Gespräch klären. Für mich ist weiter alles offen", sagte Bauer.

Für die in Lillehammer unter Wert geschlagenen deutschen Springer schaltete sich der viermalige Weltmeister Martin Schmitt in die Debatte ein. "Wir sind noch nicht zu unserer Meinung gefragt worden, und ich finde das auch okay so", sagte der Schwarzwälder. "Ich bin offen für jeden neuen Trainer und werde voll motiviert an die Sache rangehen."

Das 24. der 27 Weltcupspringen war für den viermaligen Weltmeister aus Furtwangen bereits nach einem komplett missratenen und bei 100 Metern notgelandeten ersten Durchgang beendet. "Der Sprung ging ganz normal los, aber nach dem Absprung bin ich regelrecht in ein Luftloch gefallen. Da war nix mehr zu retten", schilderte Schmitt sein persönliches Malheur im wechselhaften Wind des Olympiaortes von 1994.

Junioren-Weltmeister Wank landet auf Rang 46

Wenigstens etwas besser kamen Michael Uhrmann (Rastbüchl) und Michael Neumayer (Berchtesgaden) zurecht, die auf den Plätzen 14 sowie 19 landeten. Uhrmann war nach dem ersten Durchgang sogar Elfter. Dagegen kam Junioren-Weltmeister Andreas Wank (Oberhof) nicht mit dem Bakken zurecht und musste sich Platz 46 begnügen.

Schlierenzauer, der in der Qualifikation mit 143 Metern einen neuen Schanzenrekord aufgestellt hatte, festigte Rang zwei im Gesamtweltcup hinter dem bereits als Gewinner der großen Kristallkugel feststehenden Thomas Morgenstern. Der Österreicher wurde Achter.

Das sogenannte Nordic Tournament der Skispringer endet am Sonntag mit der vierten und letzten Konkurrenz auf der Holmenkollen-Schanze von Oslo. Der Gesamtsieger der Serie erhält 25. 000 Euro Sonderprämie. Allerdings sind für das Wochenende in der norwegischen Hauptstadt stürmische Winde angesagt, so dass der Sprunglauf gefährdet ist.

© SID

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