Skispringen Weltcup
Schlierenzauer siegt, Schmitt Vierter

Lange mussten die Skispringer warten, dann ging der Weltcup in Klingenthal doch noch über die Bühne. Der Österreicher Gregor Schlierenzauer gewann, Martin Schmitt wurde Vierter.

Martin Schmitt kommt in WM-Form und wurde Vierter, Gregor Schlierenzauer schwebte der Konkurrenz wieder einmal davon: Der Österreicher feierte beim Weltcup-Skispringen in Klingenthal seinen zehnten Saisonerfolg und stellte gleichzeitig den Rekord von sechs Siegen in Serie ein. Schmitt verpasste dagegen bei der wegen böigen Windes und starken Schneefalls um drei Stunden verschobenen Konkurrenz im Rahmen der neuen Team-Tournee seinen dritten Podestplatz des Winters knapp.

Schmitt hat "Selbstvertrauen für die WM getankt"

"Mit diesen Sprüngen habe ich Selbstvertrauen für die WM getankt", sagte Schmitt. Eine Woche vor der Eröffnungsfeier zu seiner siebten Nordischen Ski-WM stellte er zufrieden fest: "Ich bin bestens vorbereitet, körperlich topfit. Das Team ist im Aufwind." Das lange Warten habe nicht weiter gestört, schließlich habe man den Wetterbericht gekannt. Michael Neumayer (Berchtesgaden) belegte Rang 14, Stephan Hocke (Schmiedefeld) kam auf Platz 18 und Felix Schoft (Partenkirchen) auf Position 21.

Der 19 Jahre alte Weltcup-Spitzenreiter Schlierenzauer erhielt für 131,5 und 135 Meter insgesamt 261,2 Punkte und war 0,9 Zähler besser als der Norweger Anders Jacobsen (135+131 Meter). Dritter wurde vor 12 750 Zuschauern der Vierschanzentournee-Gewinner Wolfgang Loitzl (257,1 Punkte/134+130,5), Schmitt (Furtwangen) fehlten nach 128,5 und 130,5 Metern bei einsetzendem Schneefall im Finale zum Österreicher 10,0 Punkte.

Wetter sorgt für viele Verzögerungen

Wegen der komplizierten Verhältnisse verzögerte sich der Auftakt des Probedurchgangs als Auftakt der Veranstaltung immer wieder, als Dank an die seit Mittag ausharrenden Fans drehten während der Wartezeit alle Skispringer sogar eine Ehrenrunde im Auslauf. Am Vortag war die Qualifikation ausgefallen.

Der Vierschanzentournee-Vierte Schmitt war im Januar in Innsbruck und Zakopane jeweils Dritter geworden, zuletzt in Willingen war er bei irregulären Windböen vom fünften auf den 16. Platz abgerutscht. Michael Uhrmann (Rastbüchl) fehlte wegen einer Erkältung.

Sechs Weltcup-Siege in Serie hatten zuvor nur die Finnen Janne Ahonen und Matti Hautamäki (2004/05) und der Österreicher Thomas Morgenstern (2007/08) geschafft. Gesamtweltcup-Titelverteidiger Morgenstern verzichtete zugunsten einer konzentrierten WM-Vorbereitung auf die Tour nach Klingenthal.

"Unabhängig vom Abschneiden bei der Team-Tournee fahren wir mit breiter Brust zur WM nach Liberec", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Am Wochenende finden in Oberstdorf zum Abschluss der "Dreischanzentournee"-Premiere noch ein Einzel- und ein Teamwettbewerb im Skifliegen statt. Bei den Weltmeisterschaften werden die ersten Skisprung-Medaillen dann am 21. Februar vergeben.

Für die Klingenthaler Organisatoren wurde die Veranstaltung zum Zitterspiel mit einem Happy-End, bei dem sie letztendlich Pluspunkte sammeln konnten. Bereits im Februar 2007 waren die Vogtländer kurzfristig für Harrachov als Weltcup-Ausrichter mit ihrer im August 2006 eingeweihten Anlage eingesprungen. Zuvor hatte es letztmals 1985 auf der alten Aschbergschanze ein Weltcupspringen gegeben.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%