Skispringen Weltcup
Starker Wind: Kein zweites Springen in Harrachov

Das zweite Springen beim Weltcup im tschechischen Harrachov musste am Sonntag aufgrund des schlechten Wetters abgesagt werden. Am Morgen konnte der Finne Janne Ahonen den einzig durchgeführten Wettbewerb gewinnen.

Nachdem der erste Wettkampf bei Führung Martin Schmitts und noch sechs ausstehenden Springern am Samstag neu gestartet und später abgebrochen wurde, rettete Vorflieger Michael Neumayer am Sonntagmorgen mit einem achten Platz die deutsche Bilanz. Janne Ahonen feierte den einzigen Sieg bei der Generalprobe für die Skiflug-WM in Oberstdorf (22. bis 24. Februar), nachdem der zweite Wettkampf dem Wetter zum Opfer fiel.

"Das war mein einziger anständiger Sprung, ich bin hier einfach mit den Verhältnissen nicht klar gekommen. Mit dem Resultat bin ich jetzt natürlich zufrieden", sagte Neumayer, dem 185,5m im auf einen Durchgang verkürzten Fliegen zu Rang acht und damit auch zur achten "Top-Ten"-Platzierung der Saison reichten. Der finnische Tournee-Sieger Ahonen war als Sieger des bereits auf 9.00 Uhr angesetzten Weltcups auf 199,5m geflogen.

Keine fairen Bedingungen

Die Absage des Nachmittag-Fliegens war schließlich der Mischung aus böigem Wind und starkem Regen geschuldet. "Wir hätten Springen können, hätten wir nur eines von beiden gehabt. Wir konnten nicht für alle 40 Athleten die gleichen Bedingungen gewährleisten und mussten deshalb absagen", sagte Renndirektor Walter Hofer.

Schmitt landete im einzigen Wettkampf am Teufelsberg von Harrachov mit einem Flug auf 161m nur auf Rang 26 und war überhaupt nicht zufrieden. "Die Enttäuschung war nach dem Abbruch am Samstag natürlich groß. Heute hatte man nur einen Versuch für ein gutes Ergebnis, was bei den Bedingungen noch schwieriger ist", sagte der viermalige Weltmeister aus Furtwangen. Schmitt fährt noch am Abend ins polnische Zakopane, um sich auf den dort am kommenden Wochenende stattfindenden Weltcup vorzubereiten.

Strömender Regen, dichter Nebel und starker Wind hatten immer wieder für Unterbrechungen gesorgt bis die Jury den Wettkampf endgültig abbrach.

Uhrmann überzeugt nur in der Qualifikation

Der nach einer Wettkampfpause in den Weltcup-Zirkus zurückgekehrte Michael Uhrmann überzeugte zwar in der Qualifikation als Zweiter, hatte aber im Weltcup schließlich mit einem Flug auf 155m keine Chance und landete auf Platz 29. Bereits am Samstag hatte der 29-Jährige aus Rastbüchl aufgrund des dichten Nebels eine leise Beschwerde Richtung Jury gerichtet: "Man konnte kaum etwas sehen. Ich musste mich zum Sprung richtig überwinden."

Christian Ulmer aus Wiesensteig kam mit den Bedingungen in Harrachov überhaupt nicht zurecht. Der 23-Jährige flog auf 144,5m und somit auf Platz 33. Von den fünf deutschen Springern hatte lediglich Erik Simon (Aue) die Qualifikation verpasst. Georg Späth (Oberstdorf) war von Bundestrainer Rohwein nach schwachen Leistungen vorübergehend aus dem Weltcup-Team genommen worden.

Ahonen kommt ran

Im Gesamtweltcup verkürzte Ahonen (810) den Rückstand auf Spitzenreiter Thomas Morgenstern (1 115) um 55 Zähler. Der Österreicher flog in Harrachov auf Rang fünf. Neumayer bleibt bester Deutscher und liegt mit 334 Punkten mittlerweile auf Platz neun der Saisonwertung.

© SID

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