Skispringen Weltcup
Starker Wind sorgt für Abbruch in Kuusamo

Der Skisprung-Weltcup im finnischen Kuusamo ist erneut dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen. Aufgrund des starken Windes musste das zweite Springen kurzerhand ohne Wertung abgebrochen werden.

Die miserablen Wetterverhältnisse sorgen beim Skisprung-Weltcup in Kuusamo weiter für großes Chaos. Aufgrund des starken Windes musste das zweite Springen in der finnischen Wetterküche ohne Wertung abgebrochen werden. Am Tag nach dem irregulären Skandalwettkampf bei Schneefall gab es wegen starker Böen ein über zweistündiges Wartespiel mit zwei Start-Versuchen, einem schweren Sturz von Janne Ahonen und Kritik an der Jury.

Am Abend wurde der Wettbewerb auch wegen der ungünstigen Wetterprognosen für Sonntag ersatzlos gestrichen. Ein deutsches Trio mit Michael Uhrmann an der Spitze hatte sich zuvor mit dem Aus in der Qualifikation blamiert.

"Aufwind war einfach zu stark"

"Drei bis fünf Meter pro Sekunde Aufwind, der dazu böig ist, sind einfach zu gefährlich. Der Aufwind war einfach zu stark am Vorbau. Kuusamo ist schon eine extreme Herausforderung für alle", erklärte Skisprungchef Walter Hofer: "Im nächsten Jahr starten wir die Saison eine Woche später." Bereits in den vergangegen drei Jahren hatte es auf der Riesenschanze von Kuusamo beim Weltcup-Auftakt wetterbedingte Absagen und schwere Stürze gegeben.

Auch am zweiten Wettkampftag regierte das Chaos. Zunächst wurde der erste Durchgang nach einem Crash von Vierschanzentournee-Sieger Ahonen bei 142 Metern neu gestartet. "Der Anlauf war viel zu lang. Wieder ein Fehler von der Jury", schimpfte Polens Cheftrainer Hannu Lepistö. Nach einem Neustart mit einem Traumflug von Österreichs Andreas Kofler auf 140,5 Meter wurde der Aufwind immer stärker. Nach einer weiteren Pause plädierten die Trainer für eine Wartezeit von einer Stunde, ehe schließlich doch abgesagt wurde.

"In Kuusamo ist halt alles ein bisschen schwieriger als anderswo. Beim Training war noch Rückenwind, dann totaler Aufwind - schon verrückt", erklärte Schmitt, der mit Platz vier in der Qualifikation Hoffnung auf einen neuen Höhenflug geweckt hatte. Ansonsten gab es am Tag nach Platz fünf für Michael Neumayer beim Sensationssieg des Finnen Arttu Lappi nicht viel Positives aus deutscher Sicht.

Deutsches Trio scheitert in der Qualifikation

Für Michael Uhrmann (Rastbüchl/93 Meter), Jörg Ritzerfeld (Oberhof/93) und Georg Späth (Oberstdorf) war nach Hüpfern schon in der Qualifikation Endstation - für sie war der Abbruch ein Segen. "Wahnsinn, dass mir sowas passiert. Das lag ganz eindeutig an meinem schlechten Sprung. Der irreguläre Wettkampf am Freitag hat mir den Zahn gezogen", meinte der schon am Vortag auf den vorletzten Platz abgestürzt Uhrmann: "Jetzt kann mir nur noch gutes Training helfen." Nach einer Trainingswoche wird am kommenden Wochenende der nächste Weltcup in Lillehammer ausgetragen - in Trondheim konnte er wegen des chaotischen Wetters nicht stattfinden.

© SID

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