Skispringen Weltcup
Stürze werfen Uhrmann und Schmitt zurück

Michael Uhrmann und Martin Schmitt sind beim Skisprung-Weltcup in Titisee-Neustadt nach guten Sprüngen durch Stürze zurückgeworfen worden. Uhrmann fiel durch das Missgeschick von Rang vier bis auf Platz 12.

Beim Skisprung-Weltcup in Titisee-Neustadt sind Michael Uhrmann (Rastbüchl) und Martin Schmitt (Furtwangen) nach jeweils guten Sprüngen bei der Landung gestürzt. Uhrmann lag nach dem ersten Durchgang noch auf Rang vier, fiel durch das Missgeschick jedoch auf Platz zwölf zurück. Ex-Weltmeister Schmitt musste nach seinem Sturz im ersten Durchgang mit einer Platzwunde am Kinn ins Krankenhaus. Den Sieg holte der Pole Adam Malysz.

"Was soll ich da noch sagen? Es läuft bei uns einfach nicht. Uhrmann macht zwei richtig gute Sprünge und dann passiert sowas", sagte ein sichtlich geknickter Bundestrainer Peter Rohwein. Er hoffe nur, dass seine beiden Top-Athleten nicht für die in knapp zweieinhalb Wochen beginnende nordische Ski-WM in Sapporo (22. Februar bis 4. März) ausfallen.

Uhrmann drohen Probleme am Sprunggelenk

Eine Woche nach seinem ersten Saisonsieg war Uhrmann (Rastbüchl) das Heimspringen voller Optimismus angegangen. Mit 137m landete er im ersten Durchgang auf Platz vier. "Bei mir passt seit Oberstdorf alles zusammen", sagte der zufriedene 28-Jährige. Bei seinem Missgeschick im zweiten Durchgang lädierte sich Uhrmann möglicherweise sein Sprungelenk.

Bereits im Sommer hatte Uhrmann nach einem Außenbandriss im Sprunggelenk mehrere Wochen pausieren müssen. Nach letzten Informationen musste der Team-Olympiasieger von 2002 jedoch nicht ins Neustädter Krankenhaus.

Auch der Furtwangener Schmitt legte einen sehr guten ersten Sprung hin, um dann bei der Landung zu patzen. "Es war klar eigenes Verschulden. Man hat da Geschwindikeiten von 100km/h drauf und kann da auf Fehler nicht mehr reagieren", sagte der frühere Skisprung-Star Jens Weisflog.

In der Neustädter Klinik wurde Schmitts Platzwunde genäht, zudem wurde der 29-Jährige vorsorglich geröntgt. Ob Schmitt und Uhrmann am Sonntag beim zweiten Springen von Titisee-Neustadt wieder starten können, war am Samstag nicht bekannt.

Malysz siegt mit neuem Schanzenrekord

Sieger Adam Malysz stellte bei verlängertem Anlauf im zweiten Durchgang mit 145m den Schanzenrekord von Sven Hannawald ein und gilt nun als heißer Titelkandidat für die kommende WM. Andreas Kofler (Österreich) sprang auf den zweiten Rang, der Norweger Anders Jacobsen wurde Dritter und verteidigte damit seine Führung im Gesamtweltcup.

Jörg Ritzerfeld wurde als zweiter Deutscher im Finale 21. und ärgerte sich vor allem über seinen ersten Sprung. "Der war nicht so toll. Da muss ich mir an die eigene Nase fassen. Mit Wut im Bauch lief´s dann im zweiten Durchgang besser", meinte der Oberhofer.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%