Skispringen Weltcup
Uhrmann Erster bei Weltcup-Qualifikation

Michael Uhrmann hat die Qualifikation zum Skisprung-Weltcup in Willingen gewonnen. Vier der fünf gestarteten DSV-Springer qualifizierten sich für den Hauptwettkampf.

Skispringer Michael Uhrmann hat die Ambitionen der DSV-Athleten mit seinem Sieg bei der Qualifikation zum Weltcup in Willingen untermauert. Der 29 Jahre alte Rastbüchler setzte sich am Freitagabend vor dem Slowenen Jernej Damjan und dem Finnen Harri Olli durch und hat damit die deutschen Hoffnungen auf ein erfolgreiches Mannschaftsspringen am Samstag gestärkt. Neben Uhrmann meisterten auch Michael Neumayer, Martin Schmitt und Georg Späth die Qualifikation für das Einzel am Sonntag, lediglich Stephan Hocke scheiterte.

"Ich bin jetzt nicht euphorisch, aber sehr zufrieden. Am Ende war es etwas knapp, weil ich keinen Telemark gesetzt habe", sagte Uhrmann. Der Bayer erhielt für einen Flug auf 142m 135,6 Punkte und damit 0,3 Zähler mehr als Damjan. Der weiteste Satz des Tages gelang Andreas Kofler mit 143,5m. Allerdings war der Österreicher als einer der zehn Weltcup-Besten gesetzt.

Uhrmanns Resultat dürfte dem Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) deutlichen Auftrieb für das Mannschafts-Springen am Samstag gegeben haben. Bundestrainer Peter Rohwein nominierte neben Uhrmann auch Neumayer, den viermaligen Weltmeister Schmitt sowie Späth für den Team-Wettbewerb.

Weite Sprünge kosten Uhrmann Überwindung

Für den lange verletzten Uhrmann ist das Springen trotz des mit 2 000 Euro belohnten Quali-Sieges noch immer eine Gratwanderung. "Ich muss mich schon überwinden, diese weiten Sprünge zu setzen", erklärte Uhrmann, der mit einem komplizierten Trümmerbruch im Fuß bis fast zu Saisonbeginn ausgefallen war.

Der Tournee-Dritte Neumayer (Berchtesgaden) enttäuschte hingegen, schaffte mit 123m als 38. gerade so die Qualifikation und verließ wortlos die Arena an der Mühlenkopfschanze. Martin Schmitt wusste nicht ganz genau, was er von seinem Sprung auf 129,5m halten sollte: "Ich muss es mir anschauen. Aber im Moment fehlt mir der Schlüssel zu den konstant guten Sprüngen.

Dagegen untermauerte Späth mit der gleichen Weite wie Schmitt seine Ambitionen auf eine WM-Nominierung. Der Oberstdorfer dürfte im Zweikampf mit Hocke nun deutlich vorn liegen, will aber im Hinblick auf die WM noch nicht jubeln. "Ich habe ein Teilziel erreicht und bin mit den Sprüngen zufrieden. Ich habe mir vor genommen, hier gut zu sein, dann bin ich bei der WM auf jeden Fall dabei.

Morgenstern kann mit Sieg Gesamtweltcup klar machen

Am Sonntag kann sich der Österreicher Thomas Morgenstern mit einem Sieg bereits sechs Springen vor Saisonende erstmals den Gesamtweltcup sichern. Der Doppel-Olympiasieger sprang als einer der zehn vorqualifizierten Athleten 141m und unterstrich damit seine sehr gute Form sowie seine Ambitionen auf die Kristallkugel.

Gelingt dem Tournee-Zweiten auf der größten Großschanze der Welt zudem sein elfter Saisonsieg, ist er nur noch einen Erfolg vom Rekord des Finnen Janne Ahonen entfernt. Der fünfmalige Tournee-Sieger hatte im Winter 2004/05 zwölf Weltcups gewonnen.

© SID

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