Skispringen Weltcup: Uhrmann lässt Chance auf Podest ungenutzt

Skispringen Weltcup
Uhrmann lässt Chance auf Podest ungenutzt

Michael Uhrmann hat das Podest trotz seines zweiten Platzes nach dem ersten Durchgang des Weltcups in Klingenthal verpasst. Der Bayer landete auf Rang fünf, Sieger wurde der Österreicher Gregor Schlierenzauer.

Michael Uhrmann hat seine gute Ausgangsposition nach dem ersten Durchgang des Skisprung-Weltcups in Klingenthal nicht genutzt. Nachdem der Bayer aus Rastbüchl nach dem ersten Sprung (137,5m) auf dem geteilten zweiten Platz gelandet war, verpasste er nach dem schwächeren zweiten Versuch über 132,5m und insgesamt 268,5 Punkten das Podium. Am Ende sprang nur Platz fünf und ein Rückstand von 21,3 Zählern auf den Sieger Gregor Schlierenzauer (Österreich) heraus. Zweiter wurde im Schneewirbel vor 20 000 Zuschauern der Schweizer Simon Ammann vor dem frenetisch gefeierten Adam Malysz aus Polen. Die deutschen Talente Pascal Bodmer (Meßstetten) und Kevin Horlacher (Degenfeld) belegten im Finale der besten 30 Springer die Ränge 27 und 29.

"Ich wäre vor diesem geilen Publikum gern aufs Podest gesprungen. Aber mit Platz fünf bin ich zufrieden, denn damit hat es erneut für die Weltspitze gereicht", sagte ein gelöster Uhrmann nach dem Flutlicht-Spektakel am Aschberg. Als kleinen Trost überreichte ihm ein Fan im Zielraum einen Silberpokal.

Fans feiern überschwängliche Skisprung-Party

Trotz starken Schneefalls feierten die Fans im sächsischen Grenzort eine überschwängliche Skisprung-Party. Letztmals konnten sie im Vogtland vor 21 Jahren am 18. Januar 1986 in Matti Nykänen einen Weltcup-Sieger bejubeln. Die zahlreichen Zuschauer sorgten somit auch für ein dickes Plus beim Veranstalter, dem schon 7 000 Fans zur Deckung des Etats gereicht hätten.

Die Klingenthaler Aschbergschanze, der modernste Bakken der Welt, wurde in den vergangenen Jahren komplett neu errichtet und kostete 16 Mill. Euro. Der Ort im Vogtland sprang ersatzweise für den im Dezember ausgefallenen Weltcup im tschechischen Harrachov ein.

Thoma: "Das ist eine geile Schanze"

So gab es auch von zahlreicher Seite Lob für den Wettkampfort. "Das ist eine geile Schanze. Alle Athleten sind total begeistert", sagte der frühere Tournee-Sieger Dieter Thoma. Lediglich Dimitri Wassiljew (Russland) und der Tscheche Ondrej Vaculik haderten nach ihren Stürzen mit dem zu weichen Aufsprunghang.

Der Renndirektor des Internationalen Ski-Verbandes (FIS), Walter Hofer, machte dem Grenzstädchen Hoffnungen auf weitere Weltcups. "Der heutige Wettbewerb hat bewiesen, dass der Weltcup nach Klingenthal gehört", meinte Hofer.

© SID

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