Skispringen Weltcup: Uhrmann muss sich nur Jacobsen beugen

Skispringen Weltcup
Uhrmann muss sich nur Jacobsen beugen

Bei der WM-Generalprobe in Willingen ist Skispringer Michael Uhrmann hinter dem Gesamtweltcup-Führenden Anders Jacobsen aus Norwegen auf dem zweiten Platz gelandet. Dritter wurde der Slowene Jernej Damjan.

Michael Uhrmann ist beim Weltcup in Willingen vor 28 500 Zuschauern auf den zweiten Platz geflogen und hat damit seinen dritten Podestplatz in dieser Saison erzielt. Den Sieg holte sich der Norweger Anders Jacobsen, Dritter wurde der Slowene Jernej Damjan. Im Gesamtweltcup baute Jacobsen seine Führung aus. Am Sonntag (15.30 Uhr/live in RTL) findet in Willingen noch ein Teamspringen statt.

Georg Späth verpasste mit seinem 35. Platz beim Comeback dagegen das Ticket für die in knapp zwei Wochen beginnende Weltmeisterschaft in Japan. Immerhin meldete sich der schwer gestürzte Martin Schmitt von daheim gesund.

"Mein letzter Sprung war sagenhaft"

"Mein Wettkampf war fast perfekt, nur der Mann mit dem roten Trikot war besser. Aber Platz zwei ist sensationell vor diesem tollen Publikum", erklärte Uhrmann und riss die Arme nach oben: "Mein letzter Sprung war sagenhaft. Die WM kann kommen." Mit 276,2 Punkten für Flüge auf 144 und 140 Metern fehlten letzendlich 6,9 Zähler zum zweiten Saisonerfolg. Jacobsen baute dank eines Traumsprungs auf die Bestweite von 148 Metern seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Doch die Fans feierten natürlich besonders ihren deutschen Helden, der die Plakataufschrift "Uhri, es liegt in deiner Hand - mach uns wieder zum Skisprungland" mit Leben erfüllte.

Uhrmann freute sich über gut 20 000 Euro Prämien für seinen "Blindflug" in der "Nebelsuppe": "Ich habe den Trainer auf dem Turm nicht mehr gesehen, aber ich habe seinen Schrei gehört. Die Sicht war auf den ersten Flugmetern schon ziemlich schlecht", beschrieb Uhrmann. Am Sonntag (15.30 Uhr/live in RTL) findet in Willingen noch ein Teamspringen statt, zu dem die deutschen Handball-Weltmeister als Zuschauer eingeladen sind.

"Für Schorsch ist der Zug abgefahren"

Dort wird Georg Späth genau wie im sechsköpfigen Team für die WM nicht vertreten sein. Die offizielle Nominierung wurde zwar auf Anfang der Woche verschoben, aber der Rauswurf des Team-Vizeweltmeisters ist nach seinem Hüpfer auf 122 Meter beschlossene Sache. "Für Schorsch ist der Zug abgefahren. Er hätte hier schon unter die Top 15 springen müssen", erklärte Co-Bundestrainer Henry Glass. Zwar betrieb Uhrmann nach dem "meinem misslungenen Sprung" noch Werbung für seinen Zimmerkollegen Späth ("Natürlich wollte ich bei der WM dabei sein"), aber alles half nichts.

Gesetzt für die WM sind Uhrmann, der in Willingen auf Platz 27 gelandete Jörg Ritzerfeld und der zuletzt schwer gestürzte Martin Schmitt. Im Kampf der Wackelkandidaten um die restlichen drei Tickets schaffte einzig Stephan Hocke als 28., Christian Ulmer verschwand nach seinem 46. Rang mit Tränen in den Augen. Nun deutete Glass sogar an, dass man vielleicht drei Junioren mit zur WM nehmen könne.

Bodmer und Horlacher mit guten Chancen

Die besten Chancen können sich dabei der zuletzt dreimal unter die Top 30 geflogene Tobias Horlacher und Pascal Bodmer machen. Ebenfalls noch eine Chance hat Tobias Bogner, der beim Teamspringen am Sonntag in Willingen mit Uhrmann, Ritzerfeld und Hocke das deutsche Team bildet. Ins Trainingslager ab Donnerstag in Oberstdorf wird auf jeden Fall der viermalige Weltmeister Schmitt reisen, der sich eine Woche nach seinem Sturz bestens erholt bei seinen Eltern in Tannheim präsentierte. "Mir gehts wieder ganz gut, ich habe mich gut erholt und habe keine Kopfschmerzen mehr. Montag will ich ins Training einsteigen. Die WM steht schließlich vor der Tür", erklärte Schmitt.

© SID

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