Skispringen Weltcup
Weltcup in Willingen steht auf der Kippe

Das Weltcup-Springen in Willingen droht nächstes Jahr auszufallen. Der DSV hatte sich für Titisee-Neustadt als Austragungsort entschieden. Jetzt wollen die Sauerländer eine Ausnahmegenehmigung beantragen.

Der Weltcup in Willingen ist einer der Höhepunkte des Jahres im Skispringen. Trotzdem droht der Veranstaltung 2007 das Aus, da sich der Deutsche Skiverband (DSV) für Titisee-Neustadt als Austragungsort entschieden hat. Jetzt wollen die Sauerländer beim Internationalen Skiverband FIS einen Ausnahmeantrag stellen, als zusätzliches Weltcup-Springen in den Wettkampfkalender aufgenommen zu werden. Als Termin ist der 17./18. Februar im Gespräch.

"Bisher liegt noch kein Antrag vom DSV vor. Wenn einer eingeht, würden wir den natürlich prüfen", sagt FIS-Skisprung-Chef Walter Hofer. Bis zur Entscheidung beim FIS-Kongress im Mai sei noch sehr viel Zeit. Deutschland habe sachlich gesehen sechs Ausrichterorte auf hohem Niveau, "die Vorteile von Willingen liegen im emotionalen Bereich".

DSV-Skisprungchef Rudi Tusch meint, dass Willingen ein fester Bestandteil des Weltcup-Winters sein müsste: "Wir werden in jedem Fall einen Antrag für kommenden Winter stellen." Stimmt die FIS nicht zu, würde erst 2008 wieder ein Weltcup im Sauerland stattfinden.

"Die Diskussion um Willingen versteht kein Springer. Alle kommen gern hierher, das ist einer der Highlights der Saison und die größte Party im Skispringen", sagt Olympiastarter Alexander Herr.

Für den Skiklub Willingen als Ausrichter hängen Sportstätten, hauptamtliche Trainer und Nachwuchssportler vom Weltcup ab. Pro Jahr fließt aus dem mit einem Etat von mehr als einer Million Euro organisierten Weltcup ein Gewinn von 250 000 Euro in die Nachwuchsarbeit.

© SID

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