Skispringen Weltcup
Weltcup-Skispringen wegen Schneechaos abgebrochen

Sechs Springer vor Ende des ersten Durchgangs ist das Weltcup-Springen in Engelberg abgebrochen worden. Grund dafür war das heftige Schneetreiben in der Schweiz. Das Springen soll eventuell am Sonntag nachgeholt werden.

Das Wetter hat den Skispringern in Engelberg ein Schnippchen geschlagen. Sechs Springer vor Ende des ersten Durchgangs wurde der Weltcup in der Schweiz abgebrochen. Die Jury beendete das Springen wegen der immer wieder zuwehenden Anlaufspur und dem zu weichen Aufsprunghang. Zum Zeitpunkt des Abbruchs hatte Michael Neumayer (Berchtesgaden) überraschend auf Platz zwei hinter dem Österreicher Wolfgang Loitzl gelegen.

Überschattet wurde das Springen vom schweren Sturz des Kasachen Radik Schaparow in der Qualifikation. Der 21-Jährige zog sich nach erster Diagnose einen Schlüsselbeinbruch und Verstauchungen zu, als er am weichen Aufsprunghang stürzte.

Bundestrainer Rohwein sieht keine Gefahr

"Wenn, dann hätte man das Springen viel früher abbrechen müssen. Es war zu keinem Zeitpunkt gefährlich", erklärte Bundestrainer Peter Rohwein. Letzten Endes habe ein "Riesenprotest" des norwegischen Cheftrainers Mika Kojonkoski für den Abbruch gesorgt, der seine Springer im immer heftiger werdenden Schneetreiben benachteiligt sah. "Das war unfair und unsportlich von Kojonkoski. Ich habe ihm schon auf dem Trainerturm meine Meinung gesagt", schimpfte Rohwein. Möglicherweise soll das Springen am Sonntag vor dem planmäßigen zweiten Wettbewerb (13.45 Uhr/live in der ARD und Eurosport) nachgeholt werden.

Besonders traurig war Michael Neumayer, der nach einem lupenreinen 127-m-Flug mit 115,1 Punkten hinter dem Österreicher Wolfgang Loitzl (118,6) auf dem Weg zu seinem besten Weltcup-Resultat war. "Der Abbruch ist verständlich, aber für mich ist es extrem bitter. Heute hätte ich endlich mal Glück gehabt", meinte der Berchtesgadener.

Rohwein versprach dem Team-Vizeweltmeister jedoch genau wie dem um einen möglichen sechsten Platz gebrachten Jörg Ritzerfeld (Oberhof) eine Berücksichtigung der Leistung bei der Olympia-Nominierung. Zumindest der Oberstdorfer Georg Späth nahm es humorvoll: "Das ist ein Wetter zum Schneemann bauen, und nicht zum Skispringen."

© SID

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