Skispringen WM: Deutsche Skispringer visieren WM-Medaille an

Skispringen WM
Deutsche Skispringer visieren WM-Medaille an

Bundestrainer Peter Rohwein ist überzeugt, dass er für die WM in Sapporo ein schlagkräftiges Team nominieren kann. "Bruchpilot" Martin Schmitt begann frühzeitig mit dem Training, Michael Uhrmann ist ohnehin in Topform.

Nach zuletzt durchwachsenen Vorstellungen wollen sich die deutschen Skispringer eine WM-Medaille sichern. Für dieses Vorhaben gibt Martin Schmitt vorzeitig sein Comeback und Georg Späth soll Joker werden. Michael Uhrmann fliegt ohnehin konstant in der Weltspitze. Bundestrainer Peter Rohwein ist überzeugt, dass er nach dem vorgezogenen Einzel-Weltcup am Samstag (16.30 Uhr/live in RTL) in Willingen ein schlagkräftiges Sechserteam für Sapporo nominieren kann.

"Ich habe keine Angst. Es gibt noch ein paar Fragezeichen, aber wir glauben an die WM-Medaille", sagte Rohwein nach dem Weltcup in Klingenthal vor 20 000 begeisterten Fans. Hoffnung machen ihm vor allem die Fortschritte beim viermaligen Weltmeister Schmitt, der schon am Wochenende in seiner Schwarzwälder Heimat wieder springen soll. Ursprünglich sollte er nach dem schweren Sturz in Titisee-Neustadt erst in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen. "Martin wird am Ende der Woche springen. Er muss vor der WM in die Gänge kommen", meinte Rohwein.

"Bruchpilot" Schmitt betreibt leichte Gymnastik"

Der 29-Jährige habe bereits wieder mit leichter Gymnastik begonnen, klage nach seiner Gehirnerschütterung bei stärkerer Belastung aber immer noch über Kopfschmerzen. Bis zur in knapp zwei Wochen beginnenden WM in Japan will der am ganzen Körper mit Prellungen überzogene Schmitt aber wieder in Hochform sein: "Bis Sapporo habe ich genügend Zeit." Der Teamkapitän ist genau wie der in Klingenthal als Fünfter nur knapp am Podest vorbeigeflogene Michael Uhrmann und Jörg Ritzerfeld für die WM gesetzt.

Die restlichen drei Tickets für das am 15. Februar beginnende WM-Trainingslager in Oberstdorf werden vor 40 000 Fans in Willingen unter fünf Anwärtern vergeben. Rohwein hofft dabei besonders auf die Rückkehr von Späth, der wegen Leistungsschwäche in dieser Saison schon zweimal aus dem Team geworfen und in den letzten Wochen im Sondertraining aufgebaut wurde.

"Georg ist unser Joker. Bei ihm ist alles möglich - von ganz schlecht bis zu Weltklasseleistungen. Er könnte der perfekte vierte Mann fürs Team sein", sagte Rohwein: "Deshalb hat Georg einen Bonus. Wenn er auch nur in die Nähe der Qualifikationsnorm Platz 15 kommt, nehme ich ihn mit zur WM."

Ulmer soll Leistung erneut bestätigen

Ex-Kombinierer Christian Ulmer hat zwar die WM-Norm erfüllt, muss aber in Willingen "die Leistung nochmal bestätigen". Außerdem haben Stephan Hocke, Team-Olympiasieger 2002, und die in Klingenthal unter die Top 30 gesprungenen Talente Kevin Horlacher und Pascal Bodmer noch eine WM-Chance.

Sportdirektor Thomas Pfüller fordert ohnehin, dass Rohwein zwei Nachwuchsleute zur WM mitnimmt. Uhrmann: "Wenn wir alle am Optimum springen, holen wir eine Medaille. Und ich will schließlich auch im Einzel um einen Platz auf dem Podest kämpfen."

© SID

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