Skispringen WM: DSV-Quartett übersteht Qualifikation

Skispringen WM
DSV-Quartett übersteht Qualifikation

Das Quartett der deutschen Skispringer hat die Qualifikation für den Normalschanzen-Wettbewerb bei der Nordischen Ski-WM in Sapporo (Japan) überstanden. Jörg Ritzerfeld landete als bester Deutscher auf dem achten Rang.

Die deutschen Skispringer segeln einem versöhnlichen Abschluss der Nordischen WM in Sapporo entgegen. Jörg Ritzerfeld landete in der Qualifikation auf Rang 8, Martin Schmitt auf Platz 15. Großer Favorit des Normalschanzenspringens am Samstag (10.00 Uhr/MEZ) ist der Pole Adam Malysz, der im Training klare Tagesbestweite von 99 Metern stand und dann auf die Qualifikation verzichtete. Die gewannen Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern und sein österreichischer Landsmann Andreas Kofler punktgleich nach Versuchen auf 96 sowie 96,5 Meter.

"Haben gezeigt, was möglich ist"

"Wir haben gezeigt, was für uns derzeit möglich ist. Ritzerfeld hat einen sehr schönen Sprung gemacht, und Schmitt ist nicht weit weg", meinte Bundestrainer Peter Rohwein sichtlich erleichtert: "So ein Resultat, zwei unter den besten 15 und einer Top Ten, würde ich der Mannschaft im Wettbewerb wünschen. Das wäre sehr okay."

Zaungast Jens Weißflog teilte diesmal die Trainermeinung. "Wenn Schmitt oder Ritzerfeld wenigstens unter die Top Ten fliegen, ist das noch als versöhnlicher WM-Abschluss zu werten, aber selbst danach sah es an den Trainingstagen nicht aus", erklärte der dreimalige Olympiasieger. Weißflog war 1996 letzter Weltcup-Sieger auf der alten Olympiaschanze und hat im "Wald des heiligen Schreins" (Miyanomori) in seiner Karriere drei Siege aufzuweisen.

Schmitt: "Von den Medaillen bin ich weit weg"

Von ähnlichen Großtaten ist die derzeitige Generation ohne den am gebrochenen Mittelfuß operierten Michael Uhrmann allerdings buchstäblich meterweit entfernt. "Irgendwo lasse ich immer so drei Meter liegen. Das reicht dann eben nur zum Mittelfeld", erklärte der mit leisen Medaillenhoffnungen angetretene Martin Schmitt enttäuscht: "Von den Medaillen bin ich weit weg. Ein paar Leute fliegen eben genau die drei Meter weiter. Dann kommt eine Gruppe von fünf bis 20, und da bin ich halt mit drin."

Schmitt haderte nach seinen 92,5 Metern auch mit seinen schlechten Haltungsnoten. Wohl wissend, dass diese auf der kleinen Schanze von entscheidender Bedeutung sein können. Vier Kampfrichter zeigten nur 17,5 statt maximal 20 möglicher Punkte für den Furtwanger auf. Für Rohwein kein Wunder: "Die haben eben auch das Training im Kopf, und da war bei Martin eben nicht immer der sauberste Aufsprung zu sehen."

Zufrieden mit seiner Vorstellung bei ungewohnter Windstille zeigte sich Jörg Ritzerfeld. "Leichter Rückenwind ist halt optimal für mich. Da komme ich am besten zurecht. Hoffentlich hält sich das Wetter so bis morgen", meinte der Oberhofer nach seinem 94-Meter-Satz und nahm sich "am besten gar keine Platzierung" vor: "Wenn du hier die falsche Bö erwischst, kannst du ganz schnell mal am Finale vorbeisegeln."

Konstant stark präsentierten sich die Stars, die bereits die Wettbewerbe auf der Großschanze dominierten. Hinter Malysz und Morgenstern überzeugte auch Großschanzen-Weltmeister Simon Ammann (Schweiz) mit 95,5 Metern. Sein "Vize" Harri Olli (Finnland) stand 94,5 Meter. Weitester der Qualifikation war Andreas Kofler (Österreich) mit 96,5 Metern.

© SID

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