Skispringen WM
Schlierenzauer siegt in Engelberg

Der 16 Jahre alte Gregor Schlierenzauer hat beim Skisprung-Weltcup in Engelberg gewonnen. Der Österreicher verwies Anders Jacobsen und Adam Malysz auf die Plätze. Bester Deutscher war Martin Schmitt auf Rang 15.

Beim Skisprung-Weltcup in Engelberg hat der 16 Jahre alte Österreicher Gregor Schlierenzauer die gesamte Konkurrenz hinter sich gelassen. Der Youngster sicherte sich dank des weitesten Sprunges auf 140,5 Meter mit 269,2 Punkten den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere. Auf Platz zwei landete der Norweger Anders Jacobsen vor dem Polen Adam Malysz. Simon Ammann verteidigte als Vierter die Führung im Gesamtweltcup.

Deutsche Springer enttäuschen

Die deutschen Skispringer sprangen der Weltspitze erneut hinterher. Bester Springer war Martin Schmitt mit 232,5 Punkten auf Platz 15. Michael Uhrmann landete auf Platz 17. "Die Sprünge waren nicht optimal. Wir sind halt ein Stück von der Weltspitze entfernt", erklärte Schmitt. Mit 232,5 Punkten für Sprünge auf 126,5 und 126 Meter lag der viermalige Weltmeister 36,7 Zähler hinter dem 16 Jahre alten Sieger Schlierenzauer. Von Platz sechs nach dem ersten Durchgang segelte das von einer Grippe und Fieber geschwächte Ausnahmetalent mit der Tagesbestweite von 140,5 Metern noch zum zweiten Sieg in Folge. Die Deutschen haben mit der Weltspitze derzeit nicht zu tun - das bewies spätestens der 17. Platz des großen Hoffnungsträgers Michael Uhrmann (Rastbüchel).

"Natürlich wollte ich weiter vorn landen, aber nach dem ersten Sprung habe ich es mit Gewalt versucht. Wir müssen halt weiterarbeiten - an ein Topresultat bei der Tournee brauchen wir gar nicht zu denken", erklärte Uhrmann. Jörg Ritzerfeld (Oberhof) wurde 18.

"Wir müssen uns damit abfinden, dass die Siegzeiten vorbei sind"

"Wir haben noch sehr viel zu arbeiten. Das sind noch nicht die Sprünge, die ich mir vorstelle", meinte der heftig in der Kritik stehende Bundestrainer Peter Rohwein. Die Ergebnisse seien drei Jahre nach dem letzten Sieg der traurige Ist-Zustand des deutschen Skispringens vor dem ersten Saisonhöhepunkt Tournee: "Wir sind im Moment so weit, dass wir um Platz zehn springen können. Wir müssen uns damit abfinden, dass die Siegzeiten vorbei sind."

Dauer-Tiefflieger bleibt das ewige Talent Georg Späth (Oberstdorf), dass mit einem 117-Meter-Hüpfer auf Platz 44 abstürzte: "Da hakt es überall - vom Absprung über den Flug bis zur Landung." Der als Ersatz für den schwer verletzten Michael Neumayer ins Team gekommene Maximilian Mechler (Isny/122) wurde 32., Christian Ulmer (Wiesensteig/113,5) belegte Platz 46.

Unter der Woche hatte Skisprung-Star Dieter Thoma die Ablösung von Rohwein zum Saisonende gefordert. Rohwein will das Gespräch mit dem Kritiker suchen. Am Sonntag findet in Engelberg ein zweites Weltcup-Skispringen statt - mit einigen deutschen Nebendarstellern.

© SID

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