Skispringen WM
Schmitt liegt bei der Skiflug-WM auf Platz zwölf

Martin Schmitt liegt bei der Skiflug-WM in Oberstdorf zur Halbzeit als bester Deutscher auf Rang zwölf. Erster ist Björn Einar Romören aus Norwegen.

Zur Halbzeit der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf hat Weltrekordler Björn Einar Romören (Norwegen) die Goldmedaille ins Visier genommen. Dagegen könnte es für die deutschen Springer das schlechteste Resultat der Geschichte geben. Zwar klatschte Martin Schmitt nach seinen Flügen über die magische 200-Meter-Marke glücklich in die Hände, war aber als Zwölfter gegen die Weltelite chancenlos. Vage Medaillenchancen gibt es damit nur noch im Teamspringen am Sonntag.

"Die Jungs waren zu angespannt"

"Ich bin nicht ganz zufrieden, die Jungs waren zu angespannt Martin hat stabile Standardsprünge gezeigt, er kann mehr. Aber wir haben ja erst Halbzeit und greifen am Samstag nochmal an", erklärte der umstrittene Bundestrainer Peter Rohwein mit Blick auf Teil zwei der Einzelentscheidung am Samstag (16 Uhr/live in der ARD). Nur zweimal in der Geschichte von Skiflug-Weltmeisterschaften schaffte es kein Deutscher in die Top sechs. 1981 landete Thomas Meisinger auf Position neun, 1988 ebenfalls in Oberstdorf Thomas Klauser auf Rang elf.

"Ich musste bei 160 Metern schon grinsen"

Schmitt war mit einer seiner besten Saisonleistungen auf Platz zwölf trotzdem zufrieden: "Ich komme endlich wieder ins Fliegen, ich musste bei 160 Metern schon grinsen. Das ist ein Gefühl, was ich lange nicht hatte. Das kann ich genießen und mit mehr kann ich ohenhin nicht rechnen." Schmitt erhielt bei einem tollen Wettkampf bei idealen Bedingungen 387,7 Punkte für Flüge auf 201 und 200 Meter. Damit liegt er stolze 37,4 Punkte hinter Halbzeit-Weltmeister Romören.

Der Norweger liegt nach zwei von vier Sprüngen mit 424,1 Punkten (214,5+213,5) vor drei Austria-Fliegern in Front. Gregor Schlierenzauer belegt Platz zwei (421,9) vor Martin Koch (421,3), der den weitesten Flug des Tages auf 221 Meter nicht sauber landen konnte. Gesamtweltcup-Sieger Thomas Morgenstern (413,2) hat ebenfalls die Chance auf Gold. Vor 12 000 begeisterten Fans gab es 24 Flüge über die magische 200-Meter-Marke.

"Mit den Besten können wir nicht mithalten"

Die restlichen Deutschen haben nach Tag eins nur noch die Chance auf Ergebniskosmetik. Michael Uhrmann platzierte sich einen Tag nach Platz zwei in der Qualifikation auf Position 19. Michael Neumayer (22.) und Georg Späth (29.) enttäuschten restlos. "Mit den Besten können wir nicht mithalten. Wir müssen uns im Team enorm steigern, um eine kleine Medaillenchance zu habe", erklärte Uhrmann. Der Tournee-Dritte Neumayer war noch frustrierter: "Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Es läuft lange nicht mehr so flockig wie bei der Tournee."

Dieter Thoma entfachte als ARD-Experte schon die Trainer-Diskussion um Rohwein erneut: "Der FC Bayern München hat auch einen neuen Trainer. Es gibt schon einges, was man verändern könnte." Rohwein bleibt jedoch trotz aller Kritik und der schlechten Saison weiter optimistisch: "Die Arbeit mit den Jungs und dem Team macht Spaß. Alles andere schiebe ich beiseite. Ich weiß, dass wir um die Medaillen mitspringen können. Die Jungs sollen in der Euphorie über sich hinauswachsen."

© SID

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