Skispringen WM
Uhrmann mit schwerem Sturz im Abschlusstraining

Trotz eines schweren Sturzes im Abschlusstraning für die WM-Entscheidung von der Normalschanze will Michael Uhrmann die Zähne zusammenbeißen: "Ich kann und will morgen springen."

"Pechvogel" Michael Uhrmann ist im Abschlusstraining für die WM-Normalschanzen-Entscheidung bei starkem Schneefall schwer gestürzt. Zwei Jahre nach seinem Crash bei der letzten WM in Sapporo kam der 30-Jährige bei der Landung bei 86,5 Metern im weichen Schnee zu Fall. Uhrmann erlitt eine Prellung der linken Schulter wurde sofort von "Doc" Christof Rühl im Springercontainer behandelt. Endgültigen Aufschluss über die Schwere der Blessur sollten ein Röntgen und eine Computertomografie in einer Klinik im tschechischen Liberec geben.

Uhrmanns Einsatz im WM-Springen am Samstag scheint dennoch gesichert. "Ich kann und will morgen springen. Die linke Schulter tut weh, außerdem werde ich blaue Flecken an meinem Bein bekommen, weil mir der Ski dagegengeschlagen ist", sagte Uhrmann und fügte mit Galgenhumor hinzu: "Ab jetzt erteile ich mir selbst ein WM-Trainingsverbot. Aber immerhin habe ich einen Sprung mehr als in Sapporo geschafft." Martin Schmitt meinte: "Er hat schon großes Pech, aber wir hoffen alle, dass er springen kann."

Am 21. Februar 2007 hatte sich Uhrmann in Japan ebenfalls im WM-Training einen komplizierten Mittelfußbruch zugezogen. Danach musste er eine fast einjährige Wettkampfpause einlegen. "Sapporo war natürlich ein gravierender Einschnitt, denn die Verletzung stellte sich schon als extrem schwer heraus. Eine Weile konnte man sich nicht einmal sicher sein, dass die Karriere weitergeht", hatte Uhrmann vor der WM erklärt: "Aber ich träume nicht jede Nacht davon und bin - wenn auch mit viel Aufwand - wieder da."

Die Bedingungen bei den Stürzen in Liberec und Sapporo glichen sich mit dem weichen Schnee im Aufsprunghang und komplizierten Windbedingungen. In seinem ersten WM-Training in Tschechien hatte er mit einer Bestweite noch Hoffnungen auf die erste deutsche Skisprung-Männermedaille bei der WM seit vier Jahren geweckt. Die Bestweite im Schatten des Uhrmann-Sturzes stand übrigens Teamkollege Stephan Hocke mit 103,5 Metern.

© SID

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