Skispringen
Wucher springt bei Olympia für Glaß ein

Nach dem freiwilligen Verzicht des stasibelasteten Skisprung-Trainers Henry Glaß hat der DSV Ersatz gefunden. Die Reise nach Turin tritt nun der ehemalige Weltklasse-Kombinierer Peter Wucher an.

Der ehemalige Weltklasse-Kombinierer Peter Wucher ersetzt den stasibelasteten Henry Glaß bei den Olympischen Spielen von Turin im Trainerteam der deutschen Skispringer. Die Entscheidung bestätigte DSV-Sportchef Thomas Pfüller nach Rücksprache mit dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK). Wucher wurde pünktlich vor dem Akkreditierungsschluss am Freitag, 14 Uhr, gemeldet.

"Das ist vom NOK, der Mannschaft und Bundestrainer Peter Rohwein so gewünscht. Henry hinterlässt natürlich ein Loch", sagte Pfüller dem Sport-Informations-Dienst (sid). Wucher ist Skisprung-Trainer bei der Bundespolizei und betreute unter anderem Team-Olympiasieger Michael Uhrmann. In den 80iger Jahren gehörte Wucher zur Weltelite der Kombinierten.

Anhörung bei der Birthler-Behörde

Bei Olympia soll er nun die Funktionen von Co-Bundestrainer Glaß - unter anderem Videoauswertung und technische Betreuung (Bindung etc.) - ausfüllen. Glaß hatte nach einer Anhörung bei der Birthler-Behörde in Berlin wegen Stasi-Verwicklungen freiwillig verzichtet. Ob sein Olympia-Aus arbeitsrechtliche Konsequenzen hat, will der Deutsche Skiverband (DSV) erst nach den Winterspielen entscheiden.

Pfüller: "Das sind die letzten Olympischen Spiele, wo dieses Thema eine Rolle spielt, und irgendwann muss man im Sport auch einen Schlussstrich ziehen. Ab Ende 2006 sollen diese Sachen ja auch vom Gesetz her verjähren."

© SID

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