Snowboard National
Stelldichein der besten Snowboarder in München

Bei den Air & Style Games kämpfen die besten Snowboarder und Freeestyle-Motocrosser der Welt heute im Münchner Olympiastadion um 150 000 Euro Preisgeld und den "Ring of Glory".

Das Münchner Olympiastadion wird heute zum Schneeparadies. Bei den Air & Style Games 2005 kämpfen die besten Snowboarder und Freestyle-Motocrosser der Welt vor 27 000 Zuschauern um 150 000 Euro Preisgeld und den "Ring of Glory" für den König der Stilisten. Ganze 15 000 Meter Kabel, 2000 Tonnen Erde, 1 000 Tonnen Kunstschnee und 280 Tonnen Stahl waren nötig, um unterm Zeltdach die mit 41 Metern Höhe größte bisher weltweit gebaute Schanze entstehen zu lassen - und den populärsten Snowboard-Wettbewerb überhaupt nach Deutschland zu holen.

"Für mich wird ein Traum wahr", sagt Andrew Hourmont, der das Air & Style vor 13 Jahren aus der Taufe hob und es zusammen mit seinen Partnern Helmut Lunner und Hannes Schönegger veranstaltet. Bis zu 20 000 Fans lockten Hourmont und Co. zunächst nach Innsbruck, wo sich die spektakuläre Mischung aus Sport, Konzert und Party zu einem der härtesten Snowboard-Turniere der Szene mauserte.

Als 1999 bei einer Massenpanik fünf Zuschauer ums Leben kamen, war die Zeit reif für einen Neuanfang. Mit dem Umzug nach Seefeld ging allerdings der urbane Charakter der Veranstaltung verloren, Hourmont entschied sich deshalb, jetzt nach München zu gehen. "Hier haben sich zwei Suchende gefunden", sagt er. Die Olympiapark Gmbh ist schließlich seit dem Abgang der Fußballer auf Alternativen angewiesen.

"Unser Feld ist das beste der Welt"

Dass die Snowboarder und ihre Motocross-Kollegen mehr sind als Lückenfüller, beweist ein Blick auf das Starterfeld. Mit Ausnahme des Vorjahressiegers Shaun White (USA), der verletzt absagte, sind die besten 16 Boarder dabei. Nicolas Müller (Schweiz) wird sich ebenso von der Schanze stürzen wie die US-Amerikaner Travis Rice und Andy Finch sowie Lokalmatador David Benedek. "Unser Feld ist das beste der Welt. Bei Olympischen Spielen ist es nur halb so gut", sagt Hourmont.

Besonders stolz ist er auf die insgesamt 170 Meter lange Anlage, die sich vom Dach über der Haupttribüne bis weit auf den Rasen erstreckt. "Es war nicht ganz leicht, sie zu errichten. Aber wir sind mit dem Ergebnis absolut zufrieden", sagt er. Obwohl er selbst ein passabler Boarder ist, will er die Schanze lieber nicht testen: "Gott bewahre, das ist selbst für Topfahrer absolut tödlich. Ich habe eine Familie und keine Lust, mein Leben zu riskieren."

Das werden stattdessen die Profis tun. Die treten erstmals im K.o.-System gegeneinander an. Acht statt wie bisher zwei Sprünge mit bis zu dreieinhalb Umdrehungen und 25 Metern Länge sind für den Sieg erforderlich. Bewertet werden Stil und technischer Schwierigkeitsgrad.

Xzibit und die Sportfreunde Stiller live

120 TV-Stationen sind weltweit dabei, wenn die Entscheidung fällt. Der Musikkanal MTV überträgt die begleitenden Konzerte von Rapper Xzibit und den Sportfreunden Stiller live. "Wir Boarder müssen nur schauen, dass wir dabei nicht zu Pausenclowns werden", sagt Benedek.

Hourmont sieht diese Gefahr nicht, er glaubt schon jetzt an den Erfolg seines "Babys" und will deshalb "vielleicht für immer hier in München bleiben". Der Vertrag läuft zunächst sechs Jahre, Hourmont hält das Risiko für begrenzt. Der Vorverkauf läuft gut, knapp 20 000 Karten wurden bis Freitag abgesetzt. "So viele Zuschauer brauchen wir auch, um finanziell einigermaßen klar zu kommen", meint Hourmont, der etwa zwei Mill. Euro in das Spektakel investiert hat.

© SID

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