Snowboard WM
SVD kündigt "strategische Nominierung" an

Der Snowboard-Verband Deutschland wird für die WM 2007 in der Schweiz auf spezielle Kriterien verzichten und die Fahrer individuell betrachten. Mit Blick auf Olympia 2010 ist eine "strategische Nominierung" geplant.

Beim Snowboard-Verband Deutschland (SVD) geht der Blick in die Zukunft. Der SVD verzichtet für die Weltmeisterschaften vom 14. bis 20. Januar 2007 in Arosa/Schweiz erstmals auf spezielle Kriterien für die Nominierung seiner Fahrer. "Wir ziehen bewusst keine Platzierungen heran, sondern werden das von Fahrer zu Fahrer individuell betrachten", sagte SVD-Geschäftsführer und Sportdirektor Timm Stade am Montag in München und kündigte mit Blick auf Olympia 2010 in Vancouver eine "strategische Nominierung" an.

Perspektive für junge Fahrer

Wichtigstes Ziel der WM sei, so Stade, "dass wir jungen Athleten mit Perspektive im Alter zwischen 16 und 23 Jahren die Gelegenheit geben, bei dieser WM Erfahrungen zu sammeln." Selbst durch gute Platzierungen im Europacup können sich die deutschen Snowboarder einen Platz im WM-Kader sichern.

Mit der Nominierung der 32 möglichen Fahrer - vier pro Disziplin und Geschlecht - will der SVD bis wenige Tage vor WM-Beginn warten. Medaillen-Vorgaben gebe es in Arosa nicht, betonte Stade. Man wolle aber gerade im Boardercross das schlechte Bild der Olympischen Spiele 2006 in Turin wieder zurechtrücken.

Die besten Chancen auf eine Top-Platzierung bei der WM wird im Parallel-Riesenslalom und -Slalom Silbermedaillen-Gewinnerin Amelie Kober (Fischbachau) eingeräumt. Fehlen werden in Arosa der verletzte Freestyler Vinzenz Lüps (Utting) und Jan Michaelis. Der 28-Jährige aus Garmisch hat seine Karriere aus beruflichen Gründen beendet. Der SVD hält laut Stade dem früheren Weltcup-Sieger allerdings "jederzeit alle Türen offen".

Neben der Förderung junger Fahrer genießt derzeit beim SVD ein geplantes Trainingszentrum am Götschen in Berchtesgaden höchste Priorität. Bis Herbst 2007 sollen eine Halfpipe und eine Boardercross-Strecke fertiggestellt sein.

Fall Ebner für den SVD beendet

Derweil ist für den Verband der Fall Markus Ebner beendet. Der frühere Riesenslalom-Weltmeister hatte seinen Weltcup-Start zu Saisonbeginn eingeklagt. Inzwischen gebe es aber klare Nominierungskriterien und eine juristische Schutzschrift, "um so etwas künftig zu verhindern", sagte Stade. Seit dem Rennen im niederländischen Landgraaf hatte sich Ebner beim SVD auch nicht mehr gemeldet.

© SID

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