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Sorgen bei Bayern-Verfolgern

Einen Alleingang des FC Bayern München will die Konkurrenz unbedingt verhindern, doch die Verfolger des Fußball-Rekordmeisters haben vor dem 21. Spieltag der Bundesliga mehr oder minder große Probleme.

dpa DüSSELDORF. Einen Alleingang des FC Bayern München will die Konkurrenz unbedingt verhindern, doch die Verfolger des Fußball-Rekordmeisters haben vor dem 21. Spieltag der Bundesliga mehr oder minder große Probleme.

Zudem zeigten die Bayern-Jäger in der Rückrunde eher durchwachsene Leistungen. Im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg will der FC Schalke 04 nach nur vier Zählern aus den zurückliegenden drei Spielen endlich wieder einen Sieg. "Über die Ausbeute nach der Winterpause sind wir selbst enttäuscht. Es war mehr drin. Deshalb ist es wichtig, jetzt zu Hause den Schalter umzulegen", forderte Ralf Rangnick.

Spitzenreiter FC Bayern will die Verfolger in Schach halten, wenn möglich den Vorsprung mit einem Sieg in Bielefeld sogar vergrößern. "Wir haben einen sehr guten Start hingelegt und wollen diesen weiter ausbauen", sagte Trainer Felix Magath, der wieder mit Michael Ballack plant. Der Mittelfeldstar nahm nach überstandener Erkältung das Training wieder auf und dürfte in der Schücoarena auflaufen. Bielefelds Trainer Uwe Rapolder hat zumindest keine Motivationsprobleme: "Vor Spielen gegen Bayern muss man der Mannschaft nicht viel sagen."

Personalsorgen plagen Schalkes Trainer Ralf Rangnick. Er muss weiter auf Abwehrchef Marcelo Bordon (Achillessehenschmerzen) und sehr wahrscheinlich auf Gerald Asamoah verzichten, der sich im Länderspiel einen Muskelfaserriss zugezogen hat. "Ich wäre schon froh, wenn wenigstens einer von beiden spielen könnte, aber danach sieht es nicht aus", klagt Rangnick. Noch größer sind die Sorgen beim Gegner. Sechs Niederlagen in den letzten sieben Spielen, sechs Auswärtspleiten in Serie - der auf Platz neun abgerutschte einstige Spitzenreiter aus Wolfsburg steckt voll in der Krise.

Ausgerechnet auf Schalke, wo die "Wölfe" erst einmal gewonnen haben, muss Trainer Erik Gerets zudem Martin Petrow und Stefan Schnoor (beide Gelbsperre) ersetzen. Außerdem ist die ersehnte Rückkehr von Spielmacher Andres D'Alessandro ungewiss. Manager Thomas Strunz sieht trotz des 2:3 gegen Bremen sogar einen "Aufwärtstrend": "Wir werden Woche für Woche stärker. Die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgserlebnisses wächst. Schön, wenn es auf Schalke so weit wäre."

Eine "schwarze Serie" will auch der Tabellen-Dritten VfB Stuttgart beenden, dem bereits Meister Werder Bremen und Hertha BSC im Nacken sitzen. Doch die Bilanz beim wieder erstarkten Hamburger SV macht den Schwaben wenig Mut. Keines der letzten sieben Partien in der Hansestadt konnte der VfB gewinnen. Trainer Matthias Sammer will den gesperrten Stürmer Cacau durch Imre Szabics ersetzen und appelliert vor der Partie in der AOL-Arena "an den Sportsgeist" seiner Profis. "Es gibt eine einfache Prämisse: Wenn es nicht geklappt hat, will ich es im nächsten Spiel wissen." Für Hamburgs Trainer Thomas Doll ist der VfB trotz allem "eine Art Vorbild". "In Stuttgart wurde über Jahre hinweg international gespielt und hervorragend gearbeitet."

Gut in Schuss präsentierten sich in Hertha BSC und Bayer 04 Leverkusen zwei weitere Verfolger. Mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg könnten die seit zehn Spielen unbesiegten Berliner ihre glänzende Serie fortsetzen. Trainer Falko Götz bangt aber noch um den erkälteten Spielmacher Marcelinho sowie Giuseppe Reina (Oberschenkelprobleme). Der auswärts stärker als daheim auftretende "Club" muss auf Stürmer Markus Schroth (Muskelfaserriss) verzichten, hofft laut Trainer Wolfgang Wolf dennoch auf "eine Überraschung". Gar eine kleine Sensation wäre für den FSV Mainz 05 nach zuletzt sechs Niederlage ein Sieg in Leverkusen. Auch ohne den gesperrten Brasilianer Robson Ponte, für den Landon Donovan Regie führen soll, ist die Bayer-Elf gegen Mainz hoher Favorit. "Wir wollen Anschluss nach oben halten", sagte Bayer-Trainer Klaus Augenthaler.

"Endspiele" hat erneut das Trio auf den Abstiegsrängen. Der Tabellen-16. VfL Bochum hat im Derby beim sportlich erstarkten Nachbarn Borussia Dortmund eine schwere Aufgabe. Die BVB-Spieler wollen sich vom angekündigten Protestmarsch der Fans gegen die Misswirtschaft der Geschäftsführung vor der Partie nicht ablenken lassen und könnten nach einem weiteren Erfolg sogar allmählich in die obere Hälfte schielen. Der Vorletzte SC Freiburg hofft gegen Hannover 96 ebenso auf einen Befreiungsschlag wie Schlusslicht Hansa Rostock beim 1. FC Kaiserslautern.

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