sonstige Sportarten
Sorgenfreier Nowitzki soll beim Supercup glänzen

Wenn heute das Turnier um den Supercup in Braunschweig beginnt, richten sich alle Blicke auf Dirk Nowitzki, der nach der Haftentlassung seines persönlichen Trainers Holger Geschwinder endlich befreit aufspielen kann.

Die Haftentlassung seines Beraters, persönlichen Trainers und Freundes Holger Geschwinder lassen Superstar Dirk Nowitzki pünktlich vor der Basketball-EM (16. bis 25. September) in Serbien und Montenegro wieder ruhig schlafen. Ab heute beginnt für den NBA-Profi von den Dallas Mavericks beim 17. Turnier um den Supercup in Braunschweig die heisse Vorbereitungsphase für das große Turnier. "Ich bin erleichtert und sehr froh. Ich werde jetzt möglichst schnell Kontakt mit Holger aufnehmen, dann sehen wir weiter", sagte Nowitzki beim Training des Nationalteams.

Auch Bundestrainer Dirk Bauermann erhofft sich nun mehr Ruhe um das Team und ein Ende des Rummels um das scheinbar unzertrennliche Duo. "Für Dirk ist zum richtigen Zeitpunkt eine Zentnerlast abgefallen. Es waren schwere Wochen für ihn und Holger", meinte der DBB-Coach.

Ermittlungnen gegen Geschwinder noch nicht abgeschlossen

Seit dem 19. Juli saß Ex-Nationalspieler Geschwinder wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in Haft, nun wird Nowitzkis Mentor vermutlich schon beim Auftaktspiel der DBB-Auswahl am Freitag (18 Uhr/live im DSF) gegen Weißrussland auf der Tribüne der VW-Arena sitzen und seinen Schützling betreuen. Die Ermittlungen gegen Geschwinder sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Doch mit seiner Freilassung und dem Comeback des NBA-Allstars Nowitzki im Nationalteam sind nicht alle Probleme vom Tisch. Beim Supercup, in dem außerdem am Samstag (15 Uhr) Georgien und Sonntag (14.30 Uhr/beide Spiele live im DSF) Griechenland die Gegner sind, werden die Leistungsträger Patrick Femerling (Meniskusoperation) und Ademola Okulaja (Infektion im Knie) fehlen und vermutlich auch in den nächsten beiden Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Chancen auf Okulaja-Einsatz stehen bei 50:50

Während Bauermann mit einem EM-Einsatz von Femerling nach dessen OP am vergangenen Dienstag rechnen kann, stehen die Chancen im Fall Okulaja allenfalls "50:50", weil eine Infektion im Knie von den Ärzten seines spanischen Klubs Pamesa Valencia offenbar nicht erkannt wurde. Die Bemühungen der DBB-Mediziner zeigten noch nicht den erhofften kurzfristigen Erfolg. Ein Ausfall des zweitbesten Schützen des Nationalteams nach Nowitzki wäre ein herber Rückschlag für die Planungen und die hochgesteckten EM-Ziele.

Noch herrscht das Prinzip Hoffnung. Nach dem leichten Aufgalopp mit den beiden souveränen Siegen über die Niederlande am vergangenen Wochenende soll der Kader langsam Konturen bekommen. "Weißrussland und Georgien sind ideale Gegner, weil sie eine gute Einstimmung auf unsere Vorrundengegner Russland und Ukraine bei der EM sind", erklärte Bauermann.

Im Vordergrund steht jedoch das Einspielen der Mannschaft mit Nowitzki, der sich bislang ohne seinen Coach Geschwinder in Würzburg für die EM fit machte. "Er ist in körperlich guter Verfassung zum Kader gekommen. Seine Werte sind top", bestätigte DBB-Sportdirektor Wolfgang Brenscheidt. Nowitzki selbst freute sich auf die erste Trainingseinheit mit dem DBB-Kader. Aus Versicherungsgründen war das vorher nicht möglich.

"Es macht mir nach wie vor Spaß, in der Nationalmannschaft zu spielen, sonst wäre ich nicht hier", bestätigte der 27-Jährige und weiß um den Trubel um seine Person: "Anders als in Dallas dreht sich im Nationalteam mehr um mich, das war aber für mich und die Kollegen bislang nie ein Problem."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%