Sotschi 2014
Das verzögerte Prestigeobjekt

Ein Jahr vor Eröffnung der Winterspiele in Sotschi läuft wenig wie geplant: Kosten, Arbeitsbedingungen und Verzögerungen stehen in der Kritik. Nun schaltet sich Präsident Putin ein - mit Folgen für die Organisatoren.
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MoskauAuch die Glitzer-Show mit Eislauf und spektakulären Lichteffekten im modernen Eispalast von Sotschi zum Start des Countdown zu den Olympischen Winterspielen kann nicht über die Probleme hinwegtäuschen, die es noch zu lösen gibt. In einem Jahr soll das Spektakel beginnen. Doch derzeit sind 49 von 379 Olympiabauten deutlich in Verzug, wie der staatliche Baukonzern Olimpstroj mitteilte.

Allerdings seien die Sportstätten so gut wie fertig, erklärte Dmitrij Tschernyschenko, Chef des Olympischen Komitees. An der Infrastruktur hapere es hingegen noch. Derweil türmen sich die Ausgaben zu einem gewaltigen Berg auf: 37,5 Milliarden Euro kosten die Winterspiele derzeit – fünf Mal so viel wie ursprünglich geplant. Sotschi dürfte damit als teuerstes Spektakel in die olympische Geschichte eingehen. 

Dass im Vorfeld nicht alles rund läuft, beschäftigt natürlich auch Wladimir Putin. Bei einer Besichtigung der künftigen Olympiastadt erklärte Russlands Präsident: „Nicht alles ist so gut wie wir es gerne hätten.“ Bis zur Eröffnung der Spiele gebe es noch viel zu tun. Besonders beim Straßenbau sei ein höherer Einsatz erforderlich. 

Allerdings besteht kaum ein Zweifel daran, dass bis Anfang Februar kommenden Jahres alle Vorhaben abgeschlossen sein werden. Die Winterspiele sind das Prestigeprojekt Russlands schlechthin. Das Land will sich von seiner besten Seite präsentieren. Da dürften vor allem im Endspurt weder Kosten noch Mühen gescheut werden. Russland werde das schaffen, versicherte gerade auch Putin. Anstrengungen müssten verdoppelt werden, so der Präsident. Putin weiter: „Die letzte Etappe ist die verantwortungsvollste.“ 

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Viel Geld in dunklen Kanälen

Kommentare zu "Das verzögerte Prestigeobjekt"

Alle Kommentare
  • Wahnsinn!!!.....35Mrd für eine Sportveranstaltung und hinterher vergammelt dann alles, weil es nicht mehr genutzt wird.....reiner Kommerz und Millionenalimentierung von einer kleinen Elite von Veranstaltern.....Brot und Spiele im 21. Jahrhundert....

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