sonstige Sportarten

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Sotschi 2014: Das verzögerte Prestigeobjekt

Ein Jahr vor Eröffnung der Winterspiele in Sotschi läuft wenig wie geplant: Kosten, Arbeitsbedingungen und Verzögerungen stehen in der Kritik. Nun schaltet sich Präsident Putin ein - mit Folgen für die Organisatoren.

MoskauAuch die Glitzer-Show mit Eislauf und spektakulären Lichteffekten im modernen Eispalast von Sotschi zum Start des Countdown zu den Olympischen Winterspielen kann nicht über die Probleme hinwegtäuschen, die es noch zu lösen gibt. In einem Jahr soll das Spektakel beginnen. Doch derzeit sind 49 von 379 Olympiabauten deutlich in Verzug, wie der staatliche Baukonzern Olimpstroj mitteilte.

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Allerdings seien die Sportstätten so gut wie fertig, erklärte Dmitrij Tschernyschenko, Chef des Olympischen Komitees. An der Infrastruktur hapere es hingegen noch. Derweil türmen sich die Ausgaben zu einem gewaltigen Berg auf: 37,5 Milliarden Euro kosten die Winterspiele derzeit – fünf Mal so viel wie ursprünglich geplant. Sotschi dürfte damit als teuerstes Spektakel in die olympische Geschichte eingehen. 

Sotschi 2014

  • Die Ausgaben

    Sotschi dürfte als teuerstes Spektakel in die olympische Geschichte eingehen. Ein Jahr vor Beginn der Winterspiele sind die Baukosten fünf Mal so teuer wie geplant. 37,5 Milliarden Euro kosten die Spiele derzeit. Tendenz steigend.

  • Die Sportarten

    Bei den Olympischen Spielen in Vancouver wurden in sieben Sportarten 86 Wettbewerbe ausgetragen. Nun wurde das Programm deutlich erweitert: Aufgenommen wurden unter anderem der Skisprungwettbewerb für Frauen, Ski-Halfpipewettkämpfe, Slopestyle-Wettbewerbe sowie Snowboard-Spezialparallelslalom. Alles in allem sieht der Zeitplan 98 Abschlüsse vor.

  • Die Sportstätten

    Erstmals in der Olympia-Geschichte werden alle Sporthallen untereinander zu Fuß erreichbar sein. Das Gelände befindet sich direkt am Schwarzen Meer und wird daher auch Küsten-Region genannt.

  • Die Arbeiter

    Im Februar 2013 waren ganze 76 000 Arbeiter in Sotschi beschäftigt. Das sind 16 000 mehr als im Mai des vergangenen Jahres. Um die Sportstätten rechtzeitig fertig zu stellen, dürfte die Zahl weiter erhöht werden.

  • Die Kritik

    Immer wieder erheben Umweltschützer Kritik an den Arbeitsbedingungen in Sotschi. Zuletzt schalteten sich auch die Menschenrechtsaktivisten von Human Rights Watch ein. Sie prangerten die Arbeitsbedingungen auf den Olympiabaustellen an. An den Verantwortlichen prallt bisher jede Kritik ab.

  • Das Logo

    Erstmals in der Geschichte des IOC zeigt das Logo der Olympischen Spiele eine Internetadresse, die Domain sochi.ru. Die Zeilen „sochi“ und der in blau gehaltene Schriftzug „2014“ sind so angeordnet, dass sie sich spiegeln, wie die Gipfel des Kaukasus im Schwarzen Meer vor Sotschi. Rechts davon stehen das weiße und nur blau umrandete „.ru“ und darunter die fünf olympischen Ringe. Das Logo mit der Internetadresse sochi.ru soll die digitale Generation ansprechen und einen offenen Dialog zwischen den Nationen und Fans fördern.

Dass im Vorfeld nicht alles rund läuft, beschäftigt natürlich auch Wladimir Putin. Bei einer Besichtigung der künftigen Olympiastadt erklärte Russlands Präsident: „Nicht alles ist so gut wie wir es gerne hätten.“ Bis zur Eröffnung der Spiele gebe es noch viel zu tun. Besonders beim Straßenbau sei ein höherer Einsatz erforderlich. 

Allerdings besteht kaum ein Zweifel daran, dass bis Anfang Februar kommenden Jahres alle Vorhaben abgeschlossen sein werden. Die Winterspiele sind das Prestigeprojekt Russlands schlechthin. Das Land will sich von seiner besten Seite präsentieren. Da dürften vor allem im Endspurt weder Kosten noch Mühen gescheut werden. Russland werde das schaffen, versicherte gerade auch Putin. Anstrengungen müssten verdoppelt werden, so der Präsident. Putin weiter: „Die letzte Etappe ist die verantwortungsvollste.“ 

  • 09.02.2013, 10:13 UhrFaktisch

    Wahnsinn!!!.....35Mrd für eine Sportveranstaltung und hinterher vergammelt dann alles, weil es nicht mehr genutzt wird.....reiner Kommerz und Millionenalimentierung von einer kleinen Elite von Veranstaltern.....Brot und Spiele im 21. Jahrhundert....

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