Splitter von der Eishockey WM
Von Beleidigten und Berufenen

Während die Österreicher nach der dritten Niederlage im dritten Spiel kleinlaut von dannen schlichen, lieferten sich beim Spiel zwischen den USA und der Tschechischen Republik sogar die Torhüter eine wüste Keilerei.

Beleidigt: Nach der 2:5-Pleite gegen Weißrussland waren die Österreicher plötzlich ganz kleinlaut. "Wir dürfen jetzt nicht beleidigt sein und unsere Koffer packen", meinte Routinier Dieter Kalt. Vor der WM hatte Trainer Jim Boni, früher beim ERC Ingolstadt in der DEL, noch vollmundig angekündigt: "Wir können eine Überraschung schaffen."

Beteiligt: Als beim 4:3 der Tschechen gegen die USA im letzten Drittel die Fäuste flogen, beteiligte sich auch Torhüter Roman Cechmanek an der Schlägerei. Weil der frühere Goalie der Hamburg Freezers sich nicht zurückhielt, eilte auch dessen Gegenüber John Grahame quer über das Eis und mischte sich ein. Der Lohn: Für beide Torhüter gab es Strafminuten.

Berufen: Titelverteidiger Schweden hat sein WM-Aufgebot mit einem weiteren Spieler aus der heimischen Liga aufgestockt. Außenstürmer Martin Thornberg von HV 71 Jönköping wurde von Trainer Bengt-Ake Gustafsson nachnominiert. Damit bleibt es bei nur einem NHL-Profi im Kader des Weltmeisters und Olympiasiegers: Alexander Steen von den Toronto Maple Leafs.

Befragt: Nun muss sich der kanadische Eishockey-Verband offiziell für seinen Kapitän Shane Doan rechtfertigen. Das heimische Parlament beschloss eine Anfrage, warum der Stürmer der Phoenix Coyotes trotz seiner beleidigenden Äußerungen über Frankokanadier mit diesem Amt betraut worden ist. Doan soll 2005 bei einem NHL-Spiel Schiedsrichter als "fucking frenchmen" beschimpft haben, was er allerdings bestreitet.

Betroffen: Überrascht war der Finne Jarkko Ruutu über seine Spieldauerdisziplinarstrafe beim 4:5 gegen Russland. "Ich habe eigentlich gelernt, dass man in diesem Spiel den Gegner checken darf", meinte der NHL-Profi der Pittsburgh Penguins nach seinem Check gegen Pjotr Schastliwij: "Ich hatte meinen Ellbogen unten und habe ihn nicht verletzt." Ruutu ist kein unbeschriebenes Blatt: Bei Olympia 2006 verletzte er den tschechischen Superstar Jaromir Jagr.

© SID

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