Splitter von der Eishockey WM
Von Opfern und Sündern

Nach dem vorzeitigen Klassenerhalt der deutschen Nationalmannschaft opferte Co-Trainer Ernst Höfner seinen Bart. Nationalspieler Sebastian Osterloh war dagegen nach dem Erfolg gegen Norwegen nach Singen zumute. Und: Rein statistisch hat die deutsche Mannschaft bei der WM bislang vor allem in Unterzahl überzeugt.

Geopfert: Ziel erreicht, Bart ab - als der Klassenerhalt geschafft war, opferte Co-Trainer Ernst Höfner nach 25 Jahren seinen Bart. Der ehemalige Nationalspieler wurde nach dem 5:3 gegen Norwegen von den Spielern in der Kabine rasiert.

Gesungen: Auf besondere Art und Weise feierte Sebastian Osterloh den vorzeitigen Klassenerhalt der deutschen Nationalmannschaft. Auf dem Weg in die Kabine sang der Frankfurter nach dem 5:3 gegen Norwegen lautstark: "Nie mehr zweite Liga." Der 24-Jährige hat zwar national schon zweitklassig gespielt, war international aber noch nicht bei der B-WM im Vorjahr dabei.

Geladen: Sauer war Trainer Ralph Krueger nach der 0:6-Pleite der Schweiz gegen Titelverteidiger Schweden. "Das war ein Desaster", schimpfte der ehemalige deutsche Nationalspieler nach der höchsten WM-Niederlage seiner Amtszeit: "Was schief laufen konnte, ist schief gelaufen." Schon bei den mühsamen 2:1-Siegen gegen Lettland und Italien hatten die Eidgenossen nicht überzeugt. Allerdings haben sie weiter das Viertelfinale im Visier. Ein Sieg gegen Dänemark reicht voraussichtlich zum erneuten Einzug unter die letzten Acht.

Gepunktet: Mit zwei Toren und zwei Vorlagen war Michael Wolf der erfolgreichste Punktesammler der deutschen Mannschaft in der Vorrunde. In der Scorerliste belegte der Iserlohner allerdings nur Platz 18. Ganz vorne lag der Russe Alexej Morosow mit fünf Treffern und fünf Assists.

Getroffen: Mit seinen beiden Treffern beim 5:3 gegen Norwegen belegte Michael Wolf nach der Vorrunde den neunten Platz in der WM-Torjägerliste. Bester Schütze war der Russe Alexej Morosow mit fünf Treffern.

Gesessen: Insgesamt acht Strafminuten kassierte Robin Breitbach in der WM-Vorrunde. Damit verbrachte der Schweiz-Legionär die längste Zeit aller deutschen Spieler in der "Kühlbox". In der Liste der "bösen Buben" lag Breitbach damit auf Platz acht. Sünder Nummer eins war der Ukrainer Wjatscheslaw Sawalnjuk mit 31 Strafminuten.

Gerechnet: Rein statistisch hat die deutsche Mannschaft bei der WM vor allem in Unterzahl überzeugt. In der Penalty-Killing-Rangliste belegte sie nach der Vorrunde mit 86,96 Prozent Platz vier, die Gegner konnten nur drei von 23 deutschen Unterzahlsituationen zu einem Tor nutzen. In Überzahl sah es nicht so erfreulich aus: Mit einer Quote von 15 Prozent und drei Toren in 20 Versuchen belegte die DEB-Auswahl nur Platz 13. Spitzenreiter Russland brachte es auf 45,45 Prozent.

Gezählt: 138 878 Zuschauer wurden bei den 24 Vorrundenspielen gezählt. Das entsprach einem Schnitt von 5 786 Besuchern pro Partie. Selbst die Spiele der russischen "Sbornaja" waren nicht ausverkauft: Durchschnittlich 12 666 Fans strömten in die Chodynka-Arena, die 14 000 Zuschauer fasst.

© SID

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