Sponsoring
Commerzbank beendet das Triathlon-Engagement

Die Commerzbank kündigt zum Jahresende das Aus seines Triathlon-Sponsorings an. In Zukunft will sich die Bank noch stärker auf den Fußball konzentrieren.
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Die Commerzbank steigt zum Jahresende als Sponsor aus dem Triathlon-Sport aus. "Eine Fortführung des Engagements - auch mit einzelnen Athleten - ist nicht geplant. Die Commerzbank wird ihre Sportsponsoring-Aktivitäten fokussieren und Kräfte bündeln", sagte der Leiter Brand Management bei der Commerzbank, Uwe Hellmann, dem Handelsblatt. "Die Bank wird den Schwerpunkt ihres Sport-Engagements noch stärker auf Fußball legen", begründete Hellmann die Entscheidung. Wie sich die Portfoliobereinigung im Sportsponsoring kostenseitig auswirke, wollte ein Sprecher der Bank nicht kommentieren. Nach Schätzung der Kölner Sponsoringberatung Sport+Markt wendet die Commerzbank aktuell für Fußball-Sponsoring im Jahr rund 6,5 Millionen Euro auf. Hinzu kommen vier Millionen Euro zur Frauenfußball-WM, die jedoch auf drei Jahre verteilt sind.

Das siebenköpfige Triathlon-Team um den zweifachen Ironman-Hawaii-Gewinner Normann Stadler sowie Timo Bracht hat seit 2007 über 40 Siege im Dreikampf Schwimmen, Radfahren und Laufen ergattert. Der Rückzug habe keine Leistungsgründe, betonte die Bank: "Die Partnerschaft war und ist für beide Seiten erfolgreich. Das Triathlon-Team passt zur Commerzbank und ihren Werten Partnerschaftlichkeit und Leistung", sagte Hellmann auf Anfrage. Die Commerzbank hatte das Engagement 2009 von der Investmentsparte Dresdner Kleinwort übernommen und sich dazu bekannt, den Vertrag bis Ende 2011 zu erfüllen. Mit der Bildung eines Teams, das von anderen Triathlon-Sponsoren wie Erdinger oder Abu Dhabi anschließend kopiert wurde, galt der Sponsoring-Ansatz als innovativ. Die Übernahme der Dresdner-Bank-Sportler galt auch als Signal an die Belegschaft in der Integrationsphase.

Das in Hamburg ansässige Teammanagement will trotz des Verlustes des Hauptsponsors weitermachen. "Künftig werden wir das Team selbst managen - und können mehr Entscheidungen selber treffen", sagt Jan Wendt, Geschäftsführer der Teammanagement-Agentur MMH. Er plane, die Mannschaft im Kern beizubehalten, auf fünf Athleten zu reduzieren und mit einem neuen Hauptsponsor weiterzuführen. 1,2 Millionen Euro solle der künftige Team-Etat betragen.

Wendt arbeitet mit anderen Triathlon-Managern daran, die TV-Sichtbarkeit für den Extremsport zu erhöhen: "Ich bin davon überzeugt, dass es uns gelingt, eine Team-Weltmeisterschaft ins Leben zu rufen", sagte Wendt dem Handelsblatt. Vorbild sei der Radsport. "Die Zeit ist reif", sagte Wendt.

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