Sponsoringvertrag
Vattenfall engagiert sich bei Leichathletik-WM

Die Leichtathletik-WM in Berlin hat ihren zweiten von fünf nationalen Partnern gefunden, die das Weltsportereignis 2009 mit einer Millionensumme unterstützen. Das Organisationskomitee der Titelkämpfe im Olympiastadion (15. bis 23. August) stellte 191 Tage vor dem ersten Startschuss das Energieunternehmen Vattenfall als Sponsor vor.

HB BERLIN. "Es ist ein gutes Zeichen, dass sich Unternehmen auch in der jetzigen Situation nicht aus dem Sponsoring zurückziehen", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, zusammen mit DLV-Präsident Clemens Prokop OK-Präsident. "Energie und Leichtathletik sind Attribute, die gut zueinander passen", meinte Prokop. Bereits im vergangenen April war die Deutsche Post als Sponsor präsentiert worden. Die Unternehmen lassen sich ihr Engagement einen Betrag im unteren siebenstelligen Bereich kosten. Anfang März soll der dritte - ein Dax-notiertes Unternehmen - folgen.

Die Organisatoren sehen sich laut Prokop "insgesamt im Plan". Bisher seien "knapp 200 000 Tickets" verkauft worden, damit fehlen noch 300 000 am hochgesteckten Ziel. Zum gleichen Zeitraum vor den Titelkämpfen 2007 in Osaka/Japan seien erst 40 000 Tickets abgesetzt worden. Zur ersten Leichtathletik-WM in Deutschland 1993 nach Stuttgart waren 577 000 Menschen gekommen (inklusive Freikarten). Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sprach von "starker Nachfrage in dieser frühen Phase". Zuletzt hatte es von verschiedenen Seiten Kritik am Tempo der WM-Vorbereitungen gegeben.

Zur WM werden 1800 Athleten aus den 213 Mitgliedsnationen des Weltverbandes IAAF erwartet. Sponsoren und der Verkauf von Logenplätzen sollen neun Millionen Euro des 44-Millionen-Euro-Etats decken. Einnahmen in Höhe von 15 Millionen Euro sind aus dem Ticketverkauf vorgesehen, 20 Millionen stellt das Land Berlin zur Verfügung.

Für die Titelkämpfe werden noch drei weitere nationale Partner sowie acht nationale Ausrüster gesucht. Die IAAF bringt zudem acht internationale Sponsoren mit.

"Kulturstadion" am Pariser Platz und die "Nacht der Nationen"

Prokop rechnet nach der Olympia-Pleite von Peking (nur einmal Bronze für den DLV) mit neun WM-Medaillen im August. In Osaka hatten die DLV-Athleten siebenmal Edelmetall erkämpft. Der DLV-Chef glaubt an die besondere Motivationskraft der Titelkämpfe vor eigenem Publikum und versprach: "Diese WM wird Maßstäbe setzen."

Der Kongress des Weltverbandes IAAF vom 17. bis 21. März in Berlin soll die Form und Umfang der Doping-Prävention, insbesondere die Zahl der Kontrollen außerhalb des Wettkampfes, für die Titelkämpfe festlegen. "Wir tun alles für einen fairen Wettstreit", sagte Prokop.

Ein "Kulturstadion" am Pariser Platz und die "Nacht der Nationen" am 13. August am Brandenburger Tor sollen den angemessenen Rahmen für eines der größten Sportereignisse nach Olympischen Spielen und Fußball-Weltmeisterschaften bilden. ARD und ZDF werden täglich live von 17.45 bis 21.45 Uhr berichten - insgesamt 63 Stunden. Für die Stellen der 3500 benötigten Freiwilligen liegen den WM-Organisatoren schon 5000 Bewerbungen vor.

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