Sportartikelmesse ispo
Sporthandel dank Olympia auf der Sonnenseite

Die Sportartikelbranche jubelt. Angesichts der Olympischen Winterspiele und der Fußball-WM von herrscht euphorische Stimmung. Der Start in das Super-Sportjahr hat die Erwartungen bereits übertroffen. Nur die geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung drückt auf das Gemüt.

HB MÜNCHEN. "Der Sporthandel ist derzeit auf der Sonnenseite", sagte Hartmut Fröhlich vom Fachhändlerverbund Intersport auf der weltgrößten Sportartikelmesse ispo, die noch bis zum 1. Februar in München läuft.

Allein im Januar habe der Verbund wegen des schneereichen Winters bereits ein sattes Umsatzplus von 20 Prozent verzeichnet. Im kommenden Jahr allerdings wird es für die Branche wieder etwas schwieriger werden. Vor allem die geplante höhere Mehrwertsteuer bereitet Kopfzerbrechen.

Die Messe verzeichnet in diesem Jahr mit 1806 Ausstellern eine Rekordbeteiligung. Auf 160 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren sie die neuesten Trends und Produkte rund um den Wintersport. Im Mittelpunkt der Messe steht unter anderem der Langlaufsport, der als Nordic Cruising derzeit boomt. Der schneereiche Winter hat zudem auch das Geschäft mit Alpin- Skiern kräftig angeheizt. Der Absatz aller Hersteller werde in dieser Saison wohl um sieben bis acht Prozent auf etwa fünf Millionen Paar steigen, sagte Stefan Rosenkranz vom österreichischen Fischer- Konzern.

Händler wie Hersteller sind denn auch für 2006 ausgesprochen optimistisch. "Der perfekte Winter mit einem vermutlich emotionsgeladenen und medaillenreichen Saisonabschluss in Turin mit den Olympischen Winterspielen hat das Jahr bereits sehr gut anfangen lassen", erklärte der Händler-Verbund Sport 2000. Die Fußball-WM solle zusätzliche "nachhaltige Impulse" bringen.

Allerdings werde das Jahr 2007, in dem es noch dazu keine Sport- Großereignisse gibt, wegen der Mehrwertsteuererhöhung schwierig. "Für den Handel hat die Erhöhung dramatische Auswirkungen", sagte Sport- 2000-Geschäftsführer Wolfgang Schnellbügel. Wenn die Händler nicht reagierten, halbiere sich das Betriebsergebnis. Daher müsse es Preiserhöhungen geben. "Das wird aber extrem schwer durchzusetzen sein."

Die Trendwende hat die Branche bereits im vergangenen Jahr geschafft. Die Fachhändler insgesamt konnten ihren Umsatz in Deutschland zumindest wieder um ein halbes Prozent auf sieben Milliarden Euro steigern. Davon profitierten auch die Einkaufsverbünde. Die Sport-2000-Geschäfte steigerten die Erlöse im Durchschnitt um 1,8 Prozent. Auch die Intersport-Fachhändler konnten den Umsatz um etwa zwei Prozent auf gut 2,2 Milliarden Euro erhöhen. In diesem Jahr will der Verbund im 50. Jahr seines Bestehens um fünf bis sechs Prozent zulegen.

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