Sporting ist im Uefa-Cup-Finale gegen Moskau Favorit
Lissabons Angst vor dem Versagen

41 lange Jahre mussten die Fans von Sporting Lissabon warten, um ihre Mannschaft wieder in ein Europapokal-Endspiel einziehen zu sehen. Der Zeitpunkt indes hätte nicht besser gewählt sein können.

LISSABON. José Peseiro hat Angst. Er sagt es nicht, aber es ist ihm anzumerken an der Art, wie er spricht und daran, was er sagt. José Peseiro hat Angst, am Ende mit leeren Händen dazustehen. "Es ist ein Spiel zwischen einer Mannschaft, die nichts zu verlieren hat, und einer, die alles zu verlieren hat", sagt der Trainer von Sporting Lissabon. Selten war die Rollenverteilung in einem Uefa-Cup-Finale so eindeutig. Sporting Lissabon ist heute im heimischen Alvalade-Stadion klarer Favorit, vom Gegner ZSKA Moskau spricht in Lissabon niemand. Und genau darin liegt die Gefahr. Das weiß auch José Peseiro.

41 lange Jahre mussten die Fans von Sporting Lissabon warten, um ihre Mannschaft wieder in ein Europapokal-Endspiel einziehen zu sehen. Der Zeitpunkt indes hätte nicht besser gewählt sein können: In diesem Jahr wird das Finale nicht nur in Lissabon stattfinden, sondern auch noch im Heimstadion des Vereins.

Der Uefa-Pokal ist die letzte Hoffnung für Mannschaft und Fans. Am Samstag verlor Sporting das entscheidende Stadtderby und damit auch den portugiesischen Meistertitel an den Rivalen Benfica Lissabon.

Außer dem Brasilianer Liedson, der bisher 25 Ligatore und neun Uefa-Cup-Treffer erzielte, sticht kein Spieler besonders hervor. Die erfahrenen Pedro Barbosa und Sá Pinto führen eine Reihe hoffnungsvoller Talente, die aus dem berühmten Sporting-Fußballinternat stammen, in dem schon Luis Figo und Cristiano Ronaldo ausgebildet wurden. In dieser Saison hat der erst 18-jährige João Moutinho angedeutet, dass er den großen Vorbildern auf ihrem Weg in die Weltspitze folgen könnte.

ZSKA Moskau wird über den Gegner bestens informiert sein. Schließlich ist der Haupteigentümer des Vereins der russische Milliardär Roman Abramowitsch, der bekanntlich bei Chelsea mit José Mourinho einen der brillantesten Kenner des portugiesischen Fußballs unter Vertrag hat. Zwei der torgefährlichsten Moskauer Spieler werden sich zumindest sprachlich in Lissabon heimisch fühlen. Der exzentrische Brasilianer mit dem schönen Namen Vagner Love und sein Landsmann Daniel Carvalho sind mit dafür verantwortlich, dass ZSKA zu einer Spitzenmannschaft geworden ist.

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