sonstige Sportarten
Sportlerinnen spenden für australische Unfallopfer

Schon 15 000 Euro wurden bei einer Spendenaktion am Rande der Thüringen-Rundfahrt zusammengetragen. Das Geld geht an die Mitglieder der australischen Frauen-Mannschaft, die im Vorfeld des Rennens verunglückt waren.

Sportlerinnen und Veranstalter zeigen bei der Thüringen-Rundfahrt der Frauen weiter großes Mitleid mit den im Vorfeld schwer verunglückten Mitgliedern der australischen Frauen-Nationalmannschaft. Die Tour-Organisatoren haben das von den Teilnehmerinnen komplett zur Verfügung gestellte Preisgeld auf 15 000 Euro aufgestockt und auf ein Spendenkonto eingezahlt.

Im Etappenort Gera verzichteten die Stadtverordneten auf ihr Antrittsgeld bei der Stadtrats-Sitzung und zahlten die 675 Euro ebenfalls ein. Zudem sollen alle Sachpreise am Ende der Rundfahrt im Internet zugunsten des Spendenkontos versteigert werden. Über die Verwendung der Gelder sollen die Unfallopfer selbst bestimmen.

Unterdessen ist der Ehemann der beim Unfall in der Nähe der thüringischen Provinzstadt Zeulenroda tödlich verunglückten 29-jährigen Amy Gillett, Simon Gillett, in Deutschland eingetroffen. In Begleitung des australischen Radsport-Präsidenten Rod Katz besuchte der ehemalige Ruder-Weltmeister den Unfallort, an dem eine 18 Jahre alte Fahranfängerin am Montag in die Gruppe der sechs australischen Radsportlerinnen gerast war. Der Sarg mit Amy Gillett soll am Wochenende von Frankfurt/Main aus nach Australien überführt werden.

Zustand von Rhodes und Yaxley weiter kritisch

Simon Gillett kündigte an, sich mit den ehemaligen Teamgefährtinnen seiner Frau treffen und auch die noch verletzt in der Jenaer Uni-Klinik liegenden fünf Sportlerinnen besuchen zu wollen. Zwei von ihnen, Alexis Rhodes (20) und Louise Yaxley (23), schweben noch immer in Lebensgefahr. Ihr Zustand wird von der Klinik mit "kritisch aber stabil" angegeben.

Rhodes erlitt zahlreiche Knochenbrüche im Brust und Wirbelsäulen-Bereich. Ob ihr Rückenmark geschädigt ist, ist noch unklar. Bei Yaxley wurde unter anderem ein kleines Blutgerinnsel im Gehirn festgestellt. Beide werden künstlich beatmet und sind nicht ansprechbar. Ihre Eltern sind in Jena eingetroffen.

© SID

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