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ARD erteilt Sportler-Verträgen eine Absage

Einzelverträge mit aktiven Sportlern wird es bei der ARD zukünftig nicht mehr geben. Darauf einigten sich die Gremienvorsitzenden der öffentlich-rechtlichen Sender nach dem Wirbel um den Exklusiv-Vertrag mit Jan Ullrich.

Die ARD verzichtet zukünftig komplett auf Exklusivverträge mit aktiven Sportlern. Das beschlossen die Gremienvorsitzenden der öffentlich-rechtlichen Sender-Gemeinschaft auf ihrer Konferenz in Schwerin. Eine entsprechende Selbstverpflichtung soll ab 2007 in die programmlichen Leitlinien aufgenommen werden.

Man sähe in derartigen Verträgen eine "Gefahr für die journalistische Unabhängigkeit sowie die Objektivität und Neutralität der Berichterstattung", hieß es in einer Pressemitteilung der ARD. Neben Jan Ullrich hatte die Sendergruppe auch mit Milram-Profi Erik Zabel, Boxer Markus Beyer und Fußballerin Nia Künzer Exklusivrechte vertraglich fixiert.

Verträge von Boßdorf und Struve verlängert

Programmdirektor Günter Struve hatte bereits in der vergangenen Woche die Verantwortung für die fragwürdigen Kontrakte übernommen, persönliche Konsequenzen jedoch ausgeschlossen. Auf der Gremienvorsitzenden-Konferenz war am Dienstag auch die Verlängerung der Verträge mit Struve und dem ebenfalls in die Kritik geratenen Sportkoordinator Hagen Boßdorf beschlossen worden.

© SID

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