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Dosb schreibt rote Zahlen

Sein erstes Jahr wird der neu gegründete Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) mit einem Minus von 2,5 Mill. Euro beenden. Hauptgründe für die roten Zahlen sind Einnahmerückgänge und Altlasten des DSB.

Beim neu gegründeten Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) läuft noch nicht alles nach Plan. Sein erstes Jahr wird der Dosb mit einem Minus von 2,5 Mill. Euro abschließen, das er aus seinem Reservekapital von rund elf Mill. Euro auffangen muss.

Hauptgründe für die roten Zahlen sind laut Hans-Peter Krämer, dem Dosb-Vizepräsidenten für Finanzen, erhebliche Einnahme-Rückgänge aus der Glücksspirale sowie Altlasten des Deutschen Sportbundes (DSB). Dagegen hatte der Kölner das Nationale Olympische Komitee (NOK) als Schatzmeister "gesund" in die Fusion am 20. Mai 2006 geführt.

Er sei zuversichtlich, den neuen Dachverband "wie das NOK innerhalb von drei Jahren konsolidieren zu können", sagte der langjährige Sparkassenchef dem sid: "Bereits im kommenden Jahr wollen wir das Minus deutlich unter eine Million Euro senken, 2008 dann ohne Verlust abschließen." Notwendige Einsparschritte sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Vermarktungseinnahmen seien bereits eingeleitet worden.

Dosb verdoppelt Zahlungen an die Nada

Mit dem Bundesinnenministerium habe man eine Einigung über die Anschubfinanzierung erzielt, sagte Krämer, ohne Zahlen zu nennen: "Sie haben auch keinen Einfluss auf unsere Bilanz. Es handelt sich um die vereinbarte Übernahme von Kosten, die sich konkret durch die Fusion ergeben haben und sich nur auf 2006 beziehen. Das wird ganz sauber abgerechnet."

Trotz des auch für 2007 erwarteten Minus-Etats hatte das Dosb-Präsidium am Donnerstag beschlossen, seinen Zuschuss für die Nationale Antidoping-Agentur Nada von 260 000 auf 520 000 Euro zu verdoppeln, um die Zahl der Kontrollen wesentlich erhöhen zu können. Politik und Wirtschaft wurden aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen.

© SID

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