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Schäuble begrüßt Hochzeit zwischen NOK und DSB

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat sich für eine Fusion von Nationalem Olympischen Komitee (NOK) und Deutschem Sportbund (DSB) ausgesprochen. Allerdings solle der Sport weiterhin eigenständig entscheiden.

Die angestrebte Fusion von Deutschem Sportbund (DSB) und Nationalem Olympischen Komitee (NOK) wird auch vom neuen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble unterstützt. Gleichzeitig bekräftigte der Politiker die Unabhängigkeit des Sports auch in dieser spezifischen Frage. In vier Tagen entscheidet sich in verschiedenen Abstimmungen, ob die Verschmelzung der beiden Organe zustande kommt.

Schäuble sprach sich beim ersten Zusammentreffen mit den Präsidenten Manfred von Richthofen (DSB) und Klaus Steinbach (NOK) in Berlin gleichzeitig gegen ein Anti-Doping-Gesetz aus und folgte damit der Linie seines Vorgängers Otto Schily.

"Ich hoffe, dass die Fusion von NOK und DSB zustande kommt, weil ein Dachverband für klarere Abläufe und mehr Effizienz sorgt", sagte der Minister. Nach seinem Eindruck würden neben der Politik auch Öffentlichkeit und Wirtschaft eine Fusion begrüßen. "Das ändert aber nichts daran, dass der Sport die Freiheit für seine eigene Entscheidung behalten muss, denn das ist seine Stärke", betonte Schäuble.

Vorreiterrolle im Kampf gegen Doping

Schäuble versprach, die finanzielle Unterstützung des Sports durch den Bund trotz aller Sparzwänge auf bisherigem Niveau halten zu wollen, und zwar unabhängig von der Fusion. Diese würde jedoch dem Sport "zu mehr Effizienz bei der Mittelverteilung" verhelfen.

Bei der Dopingbekämpfung habe Deutschland seit Jahren eine Vorreiterrolle übernommen, sagte der Minister. "Aber nicht wegen gesetzlicher Vorgaben der Politik, sondern durch die eigenen Anstrengungen des Sports". Er unterstütze weiter diese Linie, erklärte Schäuble, der auch seinen Besuch bei den Olympischen Winterspielen von Turin (10. bis 26. Februar) ankündigte.

© SID

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