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Von Richthofen kritisiert Bachs Dosb-Auswahl

Manfred von Richthofen hat die Besetzung des Präsidiums im künftigen Deutschen Olympischen Sportbund kritisiert. Der scheidende Präsident des Deutschen Sportbundes hätte sich unter anderem Gegenkandidaten gewünscht.

Der scheidende Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), Manfred von Richthofen, hat Kritik an der Besetzung des Präsidiums im künftigen Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) geübt. Der 72-Jährige zeigte sich vor allem enttäuscht, dass die von ihm favorisierte Schwimmpräsidentin Christa Thiel vom designierten Dosb-Chef Thomas Bach nicht als Vize-Präsidentin Leistungssport nominiert worden war. "Ich bleibe dabei, sie ist und bleibt eine erstklassige Führungskraft", sagte er in einem Interview mit der Sport-Bild.

Richthofen, an dem die Kandidaten-Auswahl völlig vorbeigelaufen ist, bemängelte auch das Fehlen "demokratischer Gepflogenheiten" auf der Dosb-Gründungsversammlung am Samstag in Frankfurt: "Einer so großen Organisation hätten Gegenkandidaten gut angestanden." Thiel und der für den Bereich Bildung ins Spiel gebrachte Brandenburger Ex-Sportminister Steffen Reiche hatten Ende April ihren Verzicht erklärt, nachdem sich Fachverbände und Landessportbünde einmütig hinter die Vorschläge der Findungskommission gestellt hatten.

Als "böswillige Unterstellung" bezeichnete Richthofen alle Vermutungen über eine desaströse Kassenlage im DSB: "Man muss die Zahlen richtig lesen. Wir sind genauso gesund wie das NOK", sagte der seit 1994 amtierende Vorsitzende. Die Abschlussbilanz soll auf der letzten DSB-Tagung am Samstag kurz vor Dosb-Gründung vorgelegt werden.

© SID

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