Sportskandal
Lance Armstrong gibt Doping zu

Ex-Radprofi Lance Armstrong hat die Einnahme von Dopingmitteln während seiner Sportlerkarriere gestanden. Das kam nach Aufzeichnung eines TV-Interviews heraus. Zuvor hatte er mit einem Besuch die Spekulationen angeheizt.
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AustinJahrelang hat sich Lance Armstrong erbittert gewehrt, seine Kritiker vor Gerichte gezerrt und hat sie massiv beschimpft. Und doch fällt sein sorgsam aufgebautes Lügengerüst am Ende wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Erstmals hat das amerikanische Radsportidol laut einem Insider die Einnahme von Dopingmitteln während seiner Karriere gestanden. In seinem am Montag aufgezeichneten Interview mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey beichtete Armstrong demnach, sich mit leistungssteigernden Substanzen zum Tour-de-France-Sieg geschummelt zu haben.

Die Show soll zwar erst am Donnerstag im US-Fernsehen ausgestrahlt werden, eine mit der Sendung vertraute Person verriet der Nachrichtenagentur AP aber schon jetzt, das Armstrong seine lang erwartete Beichte ablegte. Auch die Online-Ausgabe der amerikanischen Zeitung "USA Today" meldete dies unter Berufung auf eine eigene anonyme Quelle.

In dem Gespräch sei der frühere Radprofi "teilweise emotional" gewesen, erzählte der AP-Informant weiter. Winfrey schrieb auf ihrem Twitter-Profil, sie habe zweieinhalb Stunden mit Armstrong gesprochen. Am Dienstag wollte sie sich in der Fernsehsendung "CBS this morning" zu dem Interview äußern.

Noch ist unklar, wie explizit sich der Texaner gegenüber Winfrey geäußert hat. Im Vorfeld war bekanntgeworden, dass er keine umfangreichen Details oder Namen nennen wollte.

Armstrong hatte sich bislang vehement gegen die Anschuldigungen gewehrt, die zur Aberkennung seiner sieben Tour-de-France-Titel geführt haben. Doch schon vor der Aufzeichnung hatte er einen verräterischen Zwischenstopp bei der von ihm selbst gegründeten Krebsstiftung Livestrong eingelegt und sich bei den Mitarbeitern entschuldigt.

Dabei habe er mit stockender Stimme die Worte "Es tut mir leid" gesprochen, woraufhin einige Angestellte in Tränen ausgebrochen seien, sagte eine mit dem Ablauf des Treffens vertraute Person. Armstrong habe sich dafür entschuldigt, die Mitarbeiter hängen gelassen und die Existenz der Stiftung aufs Spiel gesetzt zu haben.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sportskandal: Lance Armstrong gibt Doping zu"

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  • da kann man nur sagen JAN BITTE HALT DEN MUND.

  • ja, wie seinerzeit ERik Zabel

  • Sollte es beim Armstrong-Outing zu Krokotränen der "Reue"
    kommen sollten diese Szenen bitte bitte aus der Aufzeichnung
    entfernt werden denn darauf hat man nun wirklich keine Lust mehr...

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