Stabhochsprung-Rekord
Neuer deutscher Überflieger

Bei den Olympischen Spielen gewann Björn Otto die Silbermedaille. Jetzt hat der Stabhochspringer noch einen drauf gesetzt und einen deutschen Rekord und Jahresweltbestleistung erzielt. Er sprang mehr als 6 Meter.
  • 0

AachenStabhochspringer Björn Otto hat am Mittwochabend beim Meeting in Aachen mit 6,01 Metern einen deutschen Rekord erzielt. Als dritter deutscher Springer nach Tim Lobinger und Danny Ecker übersprang der 34 Jahre alte Olympia-Zweite von London die Sechs-Meter-Marke. Dies ist gleichzeitig Jahresweltbestleistung. Vor 5000 begeisterten Zuschauern auf dem Aachener Katschhof überquerte der Athlet von der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen die nationale Rekordhöhe im zweiten Versuch.

Bei seinem Auftritt in der alten Kaiserstadt lieferte Otto eine hervorragende Show und überbot seine bisherige persönliche Bestleistung von 5,92 Metern mit dem deutschen Rekord eindrucksvoll. Dabei schien es im Verlauf des Aachener Domspringens nicht so, als sollte die Sechs-Meter-Marke fallen.

Denn der London-Zweite überquerte als einziger Starter die 5,71 Meter - allerdings erst im dritten Versuch. Doch als der 34-Jährige die 5,91 Meter, den Meeting-Rekord, in Angriff nahm, trieben ihn die 5000 in der Aachener Innenstadt nach oben. Beim ersten Anlauf fiel die Latte noch, dann klappte es. Und Otto legte nach, wollte endlich die für Stabhochspringer noch immer fast magische Höhe von sechs Metern attackieren.

Im zweiten Versuch durchbrach Otto, der im kommenden Jahr eine Pilotenausbildung beginnen will, diese Schallmauer. Die Fans waren fasziniert. Denn das war die beste Leistung des Olympia-Jahres und deutscher Rekord. Otto ist der 18. Springer der Welt, der sechs Meter schaffte.

Raphael Holzdeppe (Zweibrücken), Olympia-Dritter von London, musste seinen Start in Aachen wegen einer Oberschenkelverletzung absagen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Stabhochsprung-Rekord: Neuer deutscher Überflieger"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%