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Stafan Schumacher hofft auf Freispruch

Der unter Dopingverdacht stehende Radprofi Stefan Schumacher hat das nachgewiesene Stimulanzmittel Cathin womöglich über ein Anti-Allergikum zu sich genommen. Nach Auskunft seiner Ärzte sei dieses Mittel nicht verboten.

Bahnt sich eine Wende im "Fall Stefan Schumacher" an? Das bei dem unter Dopingverdacht stehenden Radprofi Stefan Schumacher nachgewiesene Stimulanzmittel Cathin soll als Folge einer erlaubten Medikamentverschreibung in seinen Körper gelangt sein. Dem seit seinem achten Lebenjahr unter einer Pollenallergie und allergischem Asthma leidenden Schwaben war von seiner als Ärztin praktizierenden Mutter Christine das Antiadipositum X 112 T verabreicht worden.

Darin befindet sich der Wirkstoff Norpseudoephedrin (Cathin). Nach Aussagen von Christine Schumacher haben sie und auch der niederländische Mediziner Dr. Jansen als Teamarzt des Sportlers die diversen Listen verbotener Mittel studiert und Norpseudoephedrin nirgends als unerlaubt entdecken können. Auch eine Nachfrage Jansens bei der niederländischen Antidopingagentur (Necedo) habe kein Verbot ergeben.

Die Necedo-Unbedenklichkeitsbescheinung sowie die schriftlichen Aussagen der beiden Ärzte Jansen und Schumacher liegen Rechtsanwalt Michael Lehner vor, an den sich der beschuldigte Schumacher gewandt hat. Der 23-Jährige aus Nürtingen war am 14. Mai in Landau bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt nach seinem Sieg im Zeitfahren positiv getestet worden, hatte damals aber bereits die Einnahme von Norpseudoephedrin zu Protokoll gegeben.

"In diesem Fall muss es schnell einen Freispruch geben. Ich habe mich bereits um die Einstellung des Verfahrens bemüht. Als Rennfahrer hat sich Stefan Schumacher vorbildlich verhalten. Nicht nur er, sondern auch seine Mutter sowie der Mannschaftsarzt haben alles kontrolliert, um sicher zu sein, kein verbotenes Mittel zu verschreiben", sagte Lehner am Donnerstag in seiner Heidelberger Kanzlei.

Schumacher stand in diesem Jahr bereits siebenmal auf dem Siegerpodest und ist hinsichtlich Rundfahrtsiegen der momentan erfolgreichste deutsche Profi der Saison. Schumacher hatte seine Karriere 2002 beim damaligen Team Telekom begonnen und wurde jüngst als nächster Zugang beim Team Gerolsteiner ins Gespräch gebracht.

Die Mannschaft aus der Eifel war in diesem Jahr ebenfalls von einem Dopingfall betroffen. Gerolsteiner-Sprinter Danilo Hondo war Anfang März bei der Murcia-Rundfahrt zweimal positiv auf das Aufputschmittel Carphedon getestet und danach von seinem Rennstall entlassen worden. Der 31-Jährige mit Schweizer Lizenz wurde inzwischen bis zum 31. März 2006 gesperrt.

© SID

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