Steinbach will Spitzenplatz in Turin
170 Athleten auf Medaillenjagd

HB BERLIN. Eine erneute deutsche Spitzenplatzierung in der Nationenwertung und ein faires, dopingfreies Auftreten bei den Winterspielen in Turin hat der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Klaus Steinbach, gefordert.

Das angestrebte Abschneiden orientiere sich an Platz eins in Nagano 1998 und Platz zwei in Salt Lake City 2002, sagte Steinbach am Mittwoch im Bundestags-Sportausschuss in Berlin.

Rund 170 Athleten und etwa genauso viele Offizielle werden in Turin das deutsche Team mit Steinbach als Chef de Mission bilden. „Wir sind uns sehr bewusst, dass wir Deutschland repräsentieren“, sagte der NOK-Präsident. Knapp drei Wochen vor dem Start der Spiele liege die Stasi- Überprüfung von Offiziellen und Betreuern im Zeitplan, erklärte Steinbach. „Wir haben es wasserdicht für alle Betreuer gemacht und dies auf der Basis großer Freiwilligkeit.“ In neun Fällen seien personenbezogene Informationen eingegangen, über mögliche Konsequenzen wird das Präsidium des NOK am 25. Januar entscheiden.

Dann wird auch die zweite Nominierungs-Runde für Turin stattfinden. Qualifiziert sind laut Steinbach bisher 156 deutsche Sportler. Fast die Hälfte von ihnen sind Bundeswehr-Angehörige, weitere sind bei Polizei und Zoll beschäftigt. „Ohne die Hilfe aus diesem Bereich könnten wir den Wintersport fast schließen“, sagte Manfred von Richthofen, der Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB).

Die Findungskommission für das Präsidium des neuen Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) kann laut von Richthofen noch in diesem Monat ihre Arbeit aufnehmen. Mit der Wahl eines Vertreters aus dem olympischen Bereich werde die fünfköpfige Kommission an diesem Wochenende komplettiert. Der DOSB-Bundestag könne selbstverständlich Gegenkandidaten zu den Vorschlägen der Findungskommission machen. Der erste DOSB-Bundestag nach dem Fusionsbeschluss soll am 20. Mai in der Frankfurter Paulskirche stattfinden. Entsprechende Zusagen der Stadt und des Landes Hessen liegen bereits vor. Steinbach sprach von einer „machtvollen und angemessenen Demonstration des organisierten deutschen Sports“, die für diesen Tag geplant sei. Auch der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, sei bereits über den Termin informiert.

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