sonstige Sportarten
Stockbauer steigt aus dem Schwimmbecken

Die fünfmalige Schwimm-Weltmeisterin Hannah Stockbauer hat ihre Karriere beendet. "Meine Entscheidung ist endgültig", erklärte die 23-Jährige. Stockbauer will sich nun ganz auf ihre berufliche Laufbahn konzentrieren.

Hannah Stockbauer hängt ihre Badekappe an den Nagel. "Es wird definitiv auch keinen Rücktritt vom Rücktritt geben, meine Entscheidung ist endgültig", sagte die fünfmalige Schwimm-Weltmeisterin den Nürnberger Nachrichten. Damit beendete die 23-Jährige 14 Monate nach ihrem letzten Wettkampf alle Spekulationen über ein Comeback. Nach Ende ihrer Ausbildung im nächsten Sommer will sich die zweimalige Sportlerin des Jahres ganz auf den Beginn ihrer beruflichen Laufbahn konzentrieren.

Bei den olympischen Sommerspielen in Athen war Stockbauer als Gold-Favoritin sowohl über 400 als auch über 800m Freistil bereits in den Vorläufen gescheitert. Danach hatte sie eine Auszeit vom Leistungssport genommen, wollte allerdings 2007 wieder ins Becken zurückkehren. "Es ist nicht in erster Linie eine Entscheidung gegen das Schwimmen", erklärte Stockbauer, "sondern eine Entscheidung für einen neuen Lebensabschnitt."

"Halbe Sachen habe ich noch nie gemocht"

Die Enttäuschung von Athen sei nicht der Grund zum Rücktritt gewesen, betonte Sportlerin des Jahres 2001 und 2003. Ihren Ausbildungsvertrag hatte sie Monate vorher unterschrieben. "Und da war für mich schon klar, dass ich nach Athen die Optionen für meine Zukunft prüfen werde", sagte Stockbauer. Auch als Olympiasiegerin, so die 23-Jährige, hätte sie sich jetzt nicht anders entschieden.

Der Rückblick auf zehn Jahre Hochleistungssport enthält keinen Frust. "Ich möchte nichts von dem vermissen, was ich im Schwimmen erlebt habe", sagte die fünfmalige Weltmeisterin, die für klare Verhältnisse ist: "Halbe Sachen habe ich noch nie gemocht, und deshalb wollte ich für mich eine sichere Entscheidung treffen, für die ich mir bewusst Zeit genommen habe." Die Entscheidung fiel gegen den Sport und für den Beruf. "Es sollte nicht so sein, dass zwischen dem Ende der Ausbildung und dem Start ins Berufsleben ein paar Jahre Pause liegen", erklärte sie.

"Natürlich habe ich mich auch gefragt, ob der Rücktritt mit 23 Jahren nicht zu früh kommt", sagte die Weltschwimmerin des Jahres 2003: "Aber es liegen ja viele Jahre hinter mir, in denen ich sehr schöne Höhepunkte und große Enttäuschungen erlebt habe. Deshalb habe ich nach über zehn Jahren, in denen sich das Leben fast komplett nach dem Sport ausgerichtet hat, nicht das Gefühl, dass etwas fehlen würde."

© SID

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