Strafantrag soll beim DFB-Sportgericht gestellt werden
Dresden drohen zwei "Geisterspiele"

Als Konsequenz der Zuschauerausschreitungen in der Zweitliga-Begegnung beim Karlsruher SC am Freitagabend (1:1) muss Dynamo Dresden womöglich die kommenden beiden Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten.

HB DRESDEN. Wie der Verein mitteilte, hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montagabend in einem Fax mitgeteilt, er werde beim DFB-Sportgericht einen entsprechenden Strafantrag stellen. Der Zweitligist soll "wegen mangelnden Schutzes des Schiedsrichters, seiner Assistenten und des Gegners entsprechend der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB" verurteilt werden.

"Wir werden bis Dienstagvormittag Widerspruch einlegen und erarbeiten derzeit unter Mithilfe von Rechtsanwälten die Begründung", kündigte Dynamo-Hauptgeschäftsführer Volkmar Köster an. In den nächsten Heimspielen empfängt der derzeitige Tabellensiebzehnte den 1. FC Köln (27. Februar) und Alemannia Aachen (4. März).

Sollte Dresden mit einer Strafe von zwei Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit belegt werden, drohten "nichtkompensierbare Einnahmeausfälle in Höhe von etwa 400 000 Euro", so Köster. Der Verein prüfe Schadensersatzklagen gegen die bereits anhand von Bildmaterial identifizierten Randalierer.

Erst am 26. Januar 2004 hatte das DFB-Sportgericht das Zweitbundesliga-Spiel zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Nürnberg unter Ausschluss der Öffentlichkeit wiederholen lassen, nachdem in der regulären Partie Gegenstände auf Feld und Spieler geworfen worden waren.

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