Studie
Konsumenten wollen 2010 mehr für Sport ausgeben

Die deutschen Verbraucher bleiben ihrem Hobby "Sport" auch in der Krise treu - und zeigen sich bereit, für bestimmte Aktivitäten im kommenden Jahr sogar tiefer in die Tasche zu greifen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Sponsoringberatung Sport + Markt, die dem Handelsblatt vorliegt.

KÖLN. "Wir sehen erfreulicherweise geringe Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Sportkonsum", sagt Marcel Cordes, Vorstand von Sport + Markt. "Wenn die Krise nicht noch heftiger wird, kommt die gesamte Sportbranche mit einem blauen Auge davon."

Die Berater haben erstmals untersucht, wie die Sportkonsumenten in Deutschland und in England auf die verschlechterten Rahmenbedingungen reagieren. 1000 repräsentative Internetnutzer zwischen 14 und 59 Jahren wurden pro Land befragt. Die Studie könnte insofern der Ausgangspunkt sein für einen jährlichen "Branchenindex Sport", heißt es im Unternehmen.

Allein schon die Einordnung des Sportes im Wertekanon liefert Überraschendes: Nur 37 Prozent der vermeintlich sportverrückten Briten geben Sport als wichtige Säule ihres Lebensstils an. Wichtig oder sehr wichtig sind ihnen vor allem Familie (88 %) und Geld (73 %). In Deutschland muss der Sport zwar ebenfalls hinter Familie (84 %) und Geld (70 %) zurückstehen, er nimmt aber eine höhere Bedeutung in der Lebenswirklichkeit ein als auf der Insel: 51 Prozent der Deutschen halten ihn für "wichtig oder sehr wichtig" - egal, ob aktiv ausgeübt oder als Zuschauer daheim oder im Stadion.

Der hohe Stellenwert hat unmittelbare Auswirkungen auf die Konsumbereitschaft: "Die Leute verschieben eher den Kauf eines neuen Fernsehers als im Sportbereich zu sparen", sagt Marcel Cordes. Das spiegelt sich im Index, der auch alternative Freizeitaktivitäten wie Theaterbesuche oder Videospiele als Vergleichsmaßstab berücksichtigt: So veranschlagen die Deutschen um 13 Prozent höhere Ausgaben für Sportreisen und rechnen in 2010 mit 14 Prozent steigenden Ausgaben für den Besuch von Fitness-Studios. Noch leichte Zuwächse sind beim Kauf von Fanartikeln und dem Besuch von Sportveranstaltungen drin, während allein das private Budget für die neuen Turnschuhe oder Tennisschläger leicht zurückgefahren wird. Demgegenüber sparen die befragten Verbraucher erkennbar an Restaurantbesuchen, am neuen Handy oder Unterhaltungselektronik. Diese klare Tendenz gilt in England wie in Deutschland.

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