Super Bowl: 1,2 Milliarden Chicken Wings

Super Bowl
Die Milliarden-Dollar-Show

1,2 Milliarden Chicken Wings

Neben den Deutschen haben in diesem Jahr mehr als 30 Unternehmen beim Sport-Großereignis Werbung gebucht, für das eigens neue Spots gedreht werden, darunter Kia, Budweiser, die US-Elektronikkette Best Buy und der Blackberry-Hersteller RIM. Insgesamt könnten die Werbeausgaben die Summe von 263 Millionen Dollar im Jahr 2012 noch übersteigen.

Experten halten das für gut investiertes Geld. So ermittelten die Marktforscher von Nielsen, dass sich 91 Prozent der Zuschauer genauso für die Werbespots interessieren wie für das Spiel selbst. Eine Studie der Universität von Wisconsin am Beispiel von Hollywood-Filmen ergab: Im Durchschnitt erzielte ein beim Super Bowl beworbener Blockbuster doppelt so viele Einnahmen wie ein vergleichbarer Streifen, der ohne das Großereignis vermarktet wurde.

„Es ist eine amerikanische Tradition, sich mit Freunden und Familie zum Super Bowl zu versammeln“, heißt es beim Einzelhandelsverband NRF. „Und dieses Jahr sieht es so aus, dass die Verbraucher in Feierlaune sind“. Das wiederum seien gute Nachrichten für die Unternehmen in diesen üblicherweise eher mauen Wochen.

Laut NRF wird der durchschnittliche Zuschauer dieses Jahr 68 Dollar für eine neue TV-Ausrüstung ausgeben, 4 Dollar mehr als 2012. Die Fastfood-Branche erwartet den Verzehr von 1,2 Milliarden Chicken Wings, die Kette Pizza Hut bereitet sich darauf vor, zwei Millionen Pizzas auszuliefern.

42 Prozent der Haushalte wollen Bier ausschenken, und 17 Millionen Fans wollten sich vor dem Spiel mit neuen Trikots und Mützen ausstatten. Die Gesamtausgaben im Zusammenhang mit dem Super Bowl schätzt der Einzelhandel auf 12,3 Milliarden Dollar.  

Freuen auf den Super Bowl dürfte sich auch die Sängerin Beyonce Knowles, die in der Halbzeit ihren großen Auftritt haben wird. Im vergangenen Jahr hatte Madonna gezeigt, wie man aus dem Sport-Großergeignis Kapital schlägt: Nach ihrem Auftritt hatten sich die Verkäufe ihrer Alben und Titel mal eben verdreifacht.

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Nils Rüdel
Nils Rüdel
Handelsblatt / Deskchef Politik
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