„Super Sunday“ zieht USA in den Bann
Colts wollen Bears im Super Bowl erlegen

Beim Saisonfinale in der nordamerikanischen Football-Profiliga NFL treffen heute (ab 23.40 Uhr live in der ARD) die Indianapolis Colts auf die Chicago Bears. Dabei scheint ein Triumph der Colts, die bei der 41. Auflage des Super Bowl als 6:1-Favorit ins Rennen gehen, lediglich Formsache.

Für die Protagonisten geht es um Prestige, um 75 000 Dollar Siegprämie pro Kopf und natürlich um Schmuckstücke. Die begehrten Super-Bowl-Ringe für die Sieger des Abends garantieren ihren Besitzern in den USA ein Leben lang den Status des Volkshelden.

140 Mill. US-Amerikaner an den TV-Geräten

Doch für geschätzte 140 Millionen Amerikaner an den TV-Geräten geht es am Sonntag vor allem um eines: eine endlose Football-Party. Mit über 60 Stunden Vorberichterstattung brüstet sich der Liga-eigene Kanal NFL-Network. Der übertragende Sender CBS nutzt die Football-Manie derweil als sprudelnde Geldquelle - 30 Sekunden Werbezeit zum "Freundschaftspreis" von 2,6 Mill. Dollar bedeuten Bestmarke.

Auch im Austragungsort Miami reagiert an diesem Wochenende vornehmlich der allmächtige Dollar. Wer bei der Jagd nach Tickets für das Spiel - und die mit Superstars gespickte Halbzeitshow - leer ausging, ist auf dem Schwarzmarkt ab 2 000 Dollar dabei, auf dem Klappstuhl selbstverständlich. Luxusboxen gingen für eine halbe Million Dollar an die Kunden. Kein Wunder, dass dem Tag des Super Bowl bei soviel Aufmerksamkeit eine "Beförderung" ins Haus stehen könnte. Im Bundesstaat North Carolina wurde kürzlich eine Petition eingereicht, das Spektakel ab kommendem Jahr als Staatsfeiertag zu zelebrieren.

Manning: "Wir müssen Dreck fressen"

Ob die Mannschaften diesem Anspruch gerecht werden, bleibt abzuwarten. Vor allem von Indianapolis wird bei der Rauferei um das Ei Großes erwartet. Die von Star-Quarterback Peyton Manning angeführten Colts gewannen die ersten neun ihrer 16 Saisonspiele und gelten seitdem in der Liga als das Maß aller Dinge. Wenn da nur nicht die nagenden Zweifel an der Tauglichkeit des 30-jährigen Spielmachers wären, in großen Spielen seine Genialität abrufen zu können.

Dementsprechend kämpferisch gibt sich Manning vor dem ersten Super-Bowl-Auftritt der Colts seit 1971: "Vielleicht ist das meine erste und letzte Chance, den Titel zu holen. Wir müssen Dreck fressen, um am Ende zu triumphieren."

© SID

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